Weinrallye #104 Gamay aus Moulin-a-Vent
Es ist wieder einmal Weinrallye. Genauer ist es die 104te Runde dieser Veranstaltung. Beim vergangenen Durchgang war ich im Burgund. Nun hat Stefan von Baccantus das Thema Gamay gestellt. Hier ist sein Aufruf. Dies ist eine aus meiner Sicht sehr interessante Rebsorte. Genauer ist es eine Kreuzung aus Pinot Noir und Heunisch. Da wären wir also schon wieder im Burgund. Rotwein aus dem Beaujolais ist immer Gamay. Und Gamay ist recht häufig aus dem Beaujolais. Es gibt diese Rebsorte noch in einigen anderen Anbaugebieten in Frankreich. Zudem ist sie für die Schweiz nicht ganz unbedeutend. Weltweit ist sie auch noch in kleinen Mengen verstreut. So z.B. ist Gamay auch in den USA zu finden. Leider kann man so etwas in Deutschland nur unter großen Umständen erhalten. Interessant fände ich solche Weine.Weiterlesen »Weinrallye #104 Gamay aus Moulin-a-Vent
Ich verkostet jetzt mal den Wolfberger Pinot Noir aus dem Elsass. Ganz ehrlich: Ich tue dies eigentlich nur, weil ich die Rebsorte sehr schätze. Zugleich ist der Pinot Noir im Elsass nicht gerade die Profilsorte. Es ist dort die einzige rote Sorte. Das Gebiet ist aber eher bekannt für Gewürztraminer, Riesling und Pinot Gris. Alles weiße Rebsorten. Deswegen gilt für mich das Elsass als Weißweingebiet. Sicherlich gibt es dort auch einige sehr ambitionierte Erzeuger mit hervorragenden Spätburgundern. Doch nur wenige und diese sind etwas wenig bekannt.
Wir haben nun den Chateau Maillard aus Bordeaux im Glas. Genauer stammt dieser Rotwein aus der AOC Graves. Der Name dieses alten Gebiets in Bordeaux leitet sich von dem Boden ab. Dieser ist reich an Kieselsteinen. Einige sehr namenhafte Weingüter sind hier zu hause. Da ist besonders das Chateau Haut-Brion zu nennen. Dieses erhielt 1855 die hervorragende Klassifikation als Premier Grand Cru. Von dieser Klasse ist das Chateau Maillard jedoch um Längen entfernt. Eher bodenständig werden auf 47 Hektar im südlichen Graves Weine vor allem aus Merlot und etwas Cabernet Sauvignon erzeugt. Hier ist der Boden etwas sandiger und stärker von Lehm geprägt.
Nach dem schon gestern
Mir ist den vergangenen Tagen aufgefallen, dass ich hier in über 10 Jahren noch nichts über Madiran geschrieben habe. Diese klaffende und ungerechtfertigte Lücke will ich mit einem Ode d’Aydie nun erstmal füllen. Das für diesen Rotwein verantwortlichen Weingut wird von der Familie Laplace in der dritten Generation geführt. Gegründet wurde es von Frédéric Laplace im Jahr 1930. In Madiran werden 55 Hektar hauptsächlich mit der in dieser Appellation typischen Rebsorte Tannat bewirtschaftet. Die Böden sind hier von Ton und Kalkstein geprägt. Der Ode gilt als Zweitwein des Chateau d’Aydie. Auch er besteht ausschließlich aus Tannat. Nach der Gärung wird dieser Rotwein 20 Monate in Eichenholz ausgebaut. Bis er in den Handel gelangt, vergeht mindestens ein weiteres Jahr.
Ich habe einen älteren Santenay aus dem Jahr 2006 gefunden. So ist jetzt der richtige Moment diese Flasche für die Weinrallye zu öffnen. Veranstaltet wird die von Peter Ladinig. Leider fehlt bei der Flasche das Frontetikett. So bleibt der Erzeuger erstmal unbekannt. Santenay ist eine Appellation Village, die ich sehr gerne mag. Die roten Weine – wie im Burgund üblich allesamt aus Pinot Noir – sind häufig eher etwas leichter und subtil. Mehr als ein Drittel der 280 Hektar dieser Appellation bestehen aus 12 Premier Crus. Doch dieser Rotwein nicht.