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Archiv für April, 2007

Baron Rothschild Mapu für 3,50

Montag, 30. April 2007

Diesen Baron Philippe de Rothschild gab es für 3,50 Euro. Leider schmeckt er auch so, weswegen weitere Verkostungsnotizen hier ausbleiben. Das ist eigentlich unverständlich, wieso einige Firmen ihren guten Namen für so etwas hergeben. Sicherlich kann man dadurch, dass er aus Chile kommt erkennen, dass es sich hier nicht um einen hochpreisigen Bordeaux handelt. Jedoch ist auch der Los Vascos Cabernet Sauvignon von Rothschild aus Chile nicht zu verachten. Und der kostet angemessener Weise das Dreifache.

Flatrate-Saufen

Sonntag, 29. April 2007

In den vergangenen Monaten wurde in den Massenmedien sehr umfangreich über den Umgang mit Alkohol von Jugendlichen berichtet. Dies ist ein Anlass um eine Position zu der Problematik zu beziehen. So enthält ja bekanntlich auch Wein Alkohol. Ein wesentlicher Punkt ist jedoch, dass es bei den Berichten auf diesen Seiten um Genussfragen und damit um Fragen der Qualität von Weinen geht. Die Flatrate-partys entwickeln ihre Anziehung jedoch durch eine Fokussierung auf die Quantität von alkoholischen Getränken. Dass dort keine ersten Gewächse oder Grand Crus ausgeschenkt werden, versteht sich von selbst. [mehr…]

Sommerwein

Samstag, 28. April 2007

Hierbei kann es sich um unterschiedliche Weine handeln, die tagsüber im Sommer gut auf der Terrasse getrunken werden können. Einige Eigenschaften treffen dabei meistens zu. Vornehmlich sind es Weisweine, einige Rosés gehen auch. Der Sommerwein ist meistens leicht, einfach strukturiert, erfrischend, fruchtig und schlank. Es sind also eher junge Weine, Barriqueausbau ist sehr selten. Eine spritzige Säure kann einem Sommerwein sehr gut stehen. Der Alkoholgehalt sollte eher gering sein. Sonnst ist auch eine Schorle angebracht. Die Flaschen sind meistens aus weißem Glas. Idealer Weise kostet ein Terrassenwein zwischen 5 und 7 Euro.

quonset rieslin’ qw 2.3 2006

Freitag, 27. April 2007

In dieser Reihe Quonset gibt es eine Vielzahl reinrebsortiger Weine. Den Gewürztraminer habe ich bei einem Händler verkostet. Der war ganz untypisch. Mit einem elsässer Vertreter dieser Rebsorte hatte der fast nichts gemein. Er war zwar fruchtig (in nehme mal an Richtung Aprikose), aber hatte nichts von der zu erwartenden und namensgebenden Würze. Die Reihe in der die Weine erscheinen, ist recht poppig gestaltet. Da kann man annehmen, dass eine junge Zielgruppe erwartet wird. Der Riesling ist da aber erst mal gar nicht so ungewöhnlich. Die Farbe ist eher blass. Es zeigt sich sehr schnell eine intensive und für Rheinhessen sehr typische knackige Säure. Diese erinnert etwas an die Weine von Gunderloch; jedoch ein kleiner Hauch Bitter. Man kann ihn auf den ersten Blick als eher traditionell in das geschmackliche Koordinatensystem einordnen. [mehr…]

Marchesi di Barolo Roero Arneis

Dienstag, 24. April 2007

Jetzt steht ein weißer Barolo zur Verkostung bevor. Jedenfalls wird die Rebsorte Arneis auch so bezeichnet. Dieser stammt aus der bergigen DOC-Zone Roero im italienischen Piemont. Die bereits im 15. Jahrhundert bekannte Rebsorte stand vor ca. 20 Jahren kurz vor dem Aussterben, wird aber seitdem zunehmend entdeckt. Der Wein ist trocken und sehr intensiv im Geschmack. Ebenso ist er interessant und inspirierend. Er erinnert vornehmlich an Lakritze; jedoch nicht an die süße von Haribo, sondern an die viereckigen Hustenpastillen aus der Apotheke. Eine leichte Frucht rundet den Geschmack ab. Trotz der hohen Qualität des Arneis ist es jedoch schwer mehr als ein Glas von dem Wein zu trinken, da er dann doch etwas anstrengend wird. [mehr…]

Universität Kassel Riesling-Sekt extra trocken 2002

Montag, 23. April 2007

Der Sekt am Bierabend in Frankfurt: Zum Abschluss gab es noch einen außergewöhnlichen Sekt. Dieser stammt von der Universität Kassel und wird vom dortigen Studentenwerk vermarktet. Die Herstellung übernimmt die Forschungsanstalt in Geisenheim. Diese liegt ja ebenso wie Kassel in Hessen. Der Riesling-Sekt macht einen sehr jungen Eindruck. Er trägt den Jahrgang 2002 und wurde 2004 abgefüllt. Dabei sind keinerlei Firntöne vorhanden. Im Glas sind grüne Reflexe sichtbar. Die Säure bleibt eher zurückhaltend. Die Frucht ist für die Verhältnisse des Rheingaus vorsichtig. [mehr…]