weinverkostungen.de

Archiv für Mai, 2007

Wahl der besten Winzer-Homepage

Donnerstag, 31. Mai 2007

Jetzt geht es um die beste Winzer-Homepage. Das war nun mehr als nur notwendig. Wenn man sich das Gros der deutschsprachigen Webseiten von Winzern anschaut, stolpert man schon ab und zu über Seiten, die graphisch aussehen wie vor 10 Jahren (grobpixelige Bilder). Manche sind auch schon lange nicht mehr aktualisiert worden. Die Folge: Vollkommen veraltete Informationen (z.B. Jahrgangsberichte). Andere sind nicht funktional gestaltet. Die Ursachen für eine solche Winzer-Homepage liegen bestimmt darin, dass viele Betriebe relativ klein sind, sich also da nur sehr begrenzt professioneller Hilfe bedienen können. Zum Teil scheint mir auch ein Grund für den Zustand der jeweiligen Homepage bei einigen Winzern an einem Desinteresse am Medium Internet zu liegen. Nun, wenn dafür die Weine um so besser sind, bin ich da in keiner Hinsicht irgendwie negativ eingestellt. So bleiben diese wahrscheinlich durch ausbleibendes Marketing im Internet auch noch eine Zeit lang schön günstig. [mehr…]

WZG Lemberger trocken

Mittwoch, 30. Mai 2007

Über diesen Wein braucht man nicht viele Worte zu verlieren. Er stammt von einer relativ großen Winzergenossenschaft mit dem Namen Württembergische Weingärtner Zentralgenossenschaft (kurz WZG). Der Lemberger ist sehr typisch für die Region. Auch der konkret von der WZG in die Flasche gebrachte Wein ist rebsortentypisch. Er ist für einen Rotwein sehr hell. Man könnte fast an einen Rose denken. Der Wein ist fruchtig, aber verfügt über sehr wenig Säure. Er erweckt dadurch den Eindruck halbtrocken oder gar lieblich zu sein. Fans dieses Geschmacksbildes nennen dies häufig vollmundig. Der Wein ist mal was anderes. Gerade an solchen regional sehr typischen Weinen scheiden sich die Geister. [mehr…]

Flüssiger Stickstoff für Vereisungen von Molekularcocktails (3)

Dienstag, 29. Mai 2007

Flüssiger Stickstoff für Vereisungen von MolekularcocktailsFlüssiger Stickstoff hat für den Laien ein schwer abschätzbares Gefahrenpotenzial: Deswegen ist es notwendig, sich vor der Benutzung genau mit den Gefahren auseinanderzusetzen. Er ist sehr widersprüchlich in der Anwendung. In der molekularen Küche wird mit Stickstoff gekocht. Ebenso kann aber auch mit ihm vereist werden. Dies ist eine relativ simple Angelegenheit. Das zu vereisende Objekt wird in den flüssigen Stickstoff gehalten. Vorsicht dabei mit den Händen (vor allem auch wenn Metalle im Spiel sind). [mehr…]

Lenz Moser Blauer Zweigelt

Sonntag, 27. Mai 2007

Lenz Moser ist einer der großen europäischen Weinerzeuger. Nach eigenen Angaben liefern 300 Winzer in Österreich die Trauben. Jährlich macht das 16 Millionen verkaufte Flaschen. Auch in China engagiert sich der Betrieb inzwischen. Nun soll ein gewöhnlicher Wein dieses Herstellers verkostet werden. Die Rebsorte Blauer Zweigelt ist auch sehr typisch für Österreich. Der Wein ist fehlerfrei und ausdruckslos. Er hat relativ wenig Säure, wirkt aber bitter am Gaumen. Man fragt sich bei der Verkostung welche Aussagekraft das Wort „Selection“ auf dem Etikett haben soll. Eigentlich werden mit diesem nicht geschützen Begriff hochwertige Weine gekennzeichnet, die z.B. von Hand gelesen wurden und tatsächlich eine Auswahl der besten Reben darstellen. Davon ist bei diesem Zweigelt nichts herauszuschmecken. [mehr…]

Blauer Zweigelt

Freitag, 25. Mai 2007

Der Blaue Zweigelt ist die bekannteste rote Rebsorte aus Österreich. Entwickelt wurde sie im Jahre 1922 von ihrem Namensgeber Dr. Fritz Zweigelt (tätig für die Bundeslehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg). Dieser kreuzte Blaufränkisch mit St. Laurent. Der Blaue Zweigelt reift früher als die Rebsorte Blaufänkisch. Sie bringt zum Teil hohe Erträge und stellt nur wenig Anforderungen an das Anbaugebiet (warme Lagen und nährstoffreicher Boden). Für hohe Qualitäten ist eine Ertragsreduzierung notwendig. In Deutschland wird der blaue Zweigelt auch in Württemberg und in Saale-Unstrut angebaut.

Dr. von Bassermann-Jordan Ruppertsberger Reiterpfad

Donnerstag, 24. Mai 2007

Bassermann-Jordan ist nicht nur bezüglich der in Reben stehenden Fläche, sondern auch wegen vieler Weine als Groß zu bezeichnen. Nun ist ein Riesling aus einer guten Lage im Glas. Der Wein zeigt sich in einem vollen Gelb mit etwas grünlichen Reflexen. Zudem ist ein leichtes Moussieren zu beobachten. Der Riesling bringt süßliche Südfrüchte (reife Mango und Pfirsich) in die Nase. Dies bringt einen frischen und etwas bitteren Geschmack auf die Zunge, der von einer ansprechend dimensionierten Frucht untermalt ist. Es ist ein langer Nachhall wahrzunehmen, in dem ein ausgewogenes Verhältnis von Säure und Frucht besteht. Im sehr späten Finish kommen Anklänge von Aprikose und Gurke zum tragen. Der Wein ist groß, ohne dabei aufdringlich oder protzig aufzutreten. Die Etikettierung zeichnet dies nach: Das Prädikat Kabinett ist auf dem Frontetikett gar nicht angeführt. [mehr…]