weinverkostungen.de

Twitterweinverkostung #twv

Samstag, 28. November 2009

Twitterweinverkostung #twvDie Twitterweinverkostung (#twv) scheint sich unter den twitternden Weingeniessern zu etablieren. Doch was ist eine Twitterweinverkostung? Im Prinzip ist es ganz einfach. Jemand schlägt ein Thema und einen Termin vor. Viele weitere Twitterer verkosten dann live und gleichzeitig den Wein. In der Vergangenheit wurde die Twitterweinverkostung von Online-Weinhändlern organisiert. Dabei konnte man im Vorfeld dort ein Paket aus zwei Weinen bestellen. Dadurch wird sicher gestellt, dass alle Teilnehmer der Twitterweinverkostung den selben Wein im Glas haben.

Es gibt mehrere Ursprüng der Twitterweinverkostung. Zum einen gab es auf der Cebit 2009 eine live-Verkostung, die per Video im Netz übertragen wurde. Dabei twitterten die Verkoster zugleich. Direkte Vorläufer der Twitterweinverkostung liegen im Twittersalesday und dem Probiersalesday. Beim Twittersalesday konnte man ein Weinpaket bei beinem Onlineshop an einem speziellen Tag kaufen (wir berichteten). In der Folge wurde dieses Liveshoppingmodel zum Probiersalesday erweitert. Das heißt der gekaufte Wein wurde dann auch gleichzeitig verkostet.

Das Modell Twitterweinverkostung ist durchaus interessant. Wirtschaftlich ist es sicherlich für die organisierenden Onlineshops nur von sehr geringer Bedeutung. Das Handelsvolumen ist bislang zu vernachlässigen. Jedoch findet eine öffentliche Live-Kommunikation über die Weine statt. Zudem hat Twitter als Medium – zumindest in Deutschland – seinen Zenit noch nicht überschritten. Das heißt, das Publikum ist -auch unter Marketinggesichtspunkten – sehr interessant.

Kritik an der Twitterweinverkostung gab es auch an einigen Stellen. So hat Peter Jakob (alias MarcoDartini) in einer ausführlichen Darstellung hier kritisiert, dass bei zwei Weinen es etwas durcheinander gehen kann. Zugleich muss aber auch betont werden, dass Lebendigkeit und Chaotik sich gegenseitig bedingen und auch den Reiz der Twitterweinverkostung ausmachen. Zudem ist durchaus spannend, wie vier bis sechs Hände voll Leute ohne Regeln und Hierarchie online Veranstaltungen organisieren. Mal schauen, wie dies weiter geht.

Am 1. Dezember ab 20 Uhr wird es eine weitere Twitterweinverkostung geben. Dabei wird erstmals ein Wein aus dem Supermarkt verkostet (und zwar dieser hier). Der Vorteil bei dieser Aktion liegt darin, dass der Wein bundesweit (zudem mit gleichem Jahrgang) verfügbar ist. Die Logistikkosten fallen dadurch weg. Zudem braucht man weniger Vorlauf, da der Wein leichter und schneller zu beschaffen ist.

Am 14. und 21. Dezember wird es dann wieder eine Twitterweinverkostung mit Onlineshopbeteiligung geben. Dieses wird dann von @probiowein ausgerichtet. Das Paket soll schon zu bestellen sein.

Eine Wall zur Twitterweinverkostung gibt es hier. Als Hashtags werden #twv und bei der Verkostung am 01. Dezember auch #vondermark verwendet.

5. Twitter für Winzer

Donnerstag, 11. Juni 2009

Twitter kann ein sehr erfolgreiches Medium für Winzer sein. Besonders die eher kleineren Betriebe in den deutschen Weinbaugebieten können hier ein nutzvolles Medium finden. Neben Aktionen wie dem Twittersalesday, können Winzer über Twitter mit den Konsumenten ihrer Weine kommunizieren. Sie können vor allem die Bindung zwischen Weingut, Händlern und Konsumenten verbessern. Mit Twitter steht dafür ein kostengünstiger und einfach zu bedienender Kanal zur Verfügung.

Den deutschen Winzern kommt hierbei die sehr hohe Personalisierung der Weingüter zu gute. Viele tragen den Namen des Besitzers, der als Person auch authentisch für seine Weine, das Weingut und die Region aktiv werden kann. Dies ist die Basis einer Medienstrategie, in der Twitter bestehende Kommunikationswege (Telefon, Fax, Präsenz auf Veranstaltungen, eigene Webseite oder gegebenenfalls eigenes Blog) erweitert. Dabei ergänzen sich die unterschiedlichen Kanäle und es werden Bezüge zwischen ihnen hergestellt.

Twitter als Teil einer Medienstrategie
Nun kann man bemängeln, dass bislang nur eine oder zwei Dutzend der mehreren Tausend deutschen Winzer überhaupt eine digitale Medienstrategie besitzt. Wesentlicher Grund hierfür ist die Unkenntnis über die Funktionsweise dieser Social-Network-Medien wie Twitter. Viele der Winzer oder Weingüter erachten diese auch als nicht-sinnvoll. Noch funktionieren bei vielen die sozialen Netzwerke offline. Vielfach wird auch ein entweder-oder zwischen online und offline gesehen.

Doch zaghafte Veränderungen bei der Einstellung einiger Winzer sind erkennbar. Und so sollte man Winzer und Weingüter ermutigen einen Account bei Twitter anzulegen und zu versuchen auch dort aktiv zu werden. Keine Angst: Man muss dafür nicht den ganzen Tag vor dem Computer sitzen. Folgende Hinweise sollen die Chancen des erfolgreichen Twittern der Winzer erhöhen.

Eigene Marktforschung
Sinnvoll ist es auch für Winzer erst einmal zu schauen, ob über ihr Weingut, einzelne Weine, den Ort, benachbarte Weingüter, ihre Weine, der jeweiligen Lagen oder der Weine der Region schon getwittert wurde. Das ist so eine Art der Marktforschung. Dies kann man über verschiedene Suchdienste bei Twitter machen.

Follower: Keine schnelle Sache
Twitter bedeutet eine langfristige Kundenbindung. Der stetigen Aufbau von Followern benötigt einen längeren Zeitraum. Hierfür sollte eine vorherige Zielgruppe definiert sein. Man sollte sich also fragen: Wen will ich erreichen? Häufig empfiehlt es sich für Winzer oder Weingüter Follower in den Bereichen Weinliebhaber, Weinblogger, Weinjournalisten, Weinhändler usw. zu suchen. Auch Verbindungen in der Region und zu regionalen Medien können sehr sinnvoll sein, nicht nur weil lokal die Vermarktung am einfachsten ist.

Bei den Followern kommt es aber nicht auf die Quantität, sondern vor allem auf die Qualität (Zielgruppenspezifik) an. Wenn man z.B. nur auf Deutsch twittert und keine Vertriebswege außerhalb vom deutschen Sprachraum hat, so braucht man keinen Leuten folgen, die nur englisch sprechen. Auch so manchen unseriösen Twitterer sollte man nicht folgen. Von Parteien und Politikern würde ich jenseits von so lustigen Gesellen wie Thorsten Schäfer-Gümbel oder Norbert Blüm abraten; es sei den sie sind Kunden, haben etwas mit Weinpolitik zu tun oder ähnliches.

Zu viele Follower machen das Ganze auch eher unübersichtlich. Gerde am Anfang sollte man sich doch eher auf tatsächliche Kommunikation konzentrieren. Von Wettbewerben ala Top-Wein-Twitterer braucht man sich da nicht irritieren zu lassen. Interessant ist in diesem Zusammenhang den Twitter-Account vom Weingut Dr. Loosen, der sehr zielgruppenspezifisch ausschließlich für das Auslandsmarketing in die USA und auf englisch betrieben wird.

Kommunikation statt PR-Meldungen oder automatische Nachrichten
Soziale Netzwerke wie Twitter sind interaktive Medien. Das heißt man tritt mit Menschen in eine beidseitige Kommunikation. Dazu gehört, dass man sich auch durchliest, was als @eigenerusername oder als DirectMessage an einen geschrieben wird. Somit erhält der Winzer auch Rückmeldungen; z.B. über seine Weine. Eine – natürlich souveräne – Reaktion ist da auch häufig angebracht. Wenn man lediglich seine Nachrichten rausbringt, ohne auf Reaktionen einzugehen, schalten die anderen Menschen bei Twitter schnell ab.

Ganz nützlich kann es auch sein, die über die bisherigen Kommunikationskanäle die Kunden, Händler, Zwischenhändler, Medienkontakte, abnehmende gastronomische Betriebe, Emailkontakte usw. von dem Twitter-Account zu informieren. Für diese Zielgruppen kann man auch nützliche und schnelle Informationen über diesen Kanal zu streuen.

Goldene Regel zum Schluss: Real-Zwitschern
Trotz aller Hinweise: Es geht darum, dass die Leser sehen, dass Sie twittern und nicht irgendeine sterile Maschine. Authentizität ist dabei sehr wichtig. Und so wie Ihre Weine authentisch für das Weingut und die Region sein sollen, soll ihr Gezwitscher der Person und der Philosophie der erzeugten Weine entsprechen. Wie beim bloggen ist das Real-Zwitschern einer der erfolgreichsten Wege. Denn wie eingangs erwähnt ist die Personalisierung des deutschen Weins ein Vorteil, der bei Twitter durchaus nutzbar ist.

Zurück zur Einleitung und Artikelübersicht

4. Twittersalesday: Ziele und Reaktionen

Mittwoch, 10. Juni 2009

… Fortsetzung. Innerhalb dieser Twitterwoche erscheint nun der abschließende Teil über den Twittersalesday der Winzer. Hier wird es um die Ziele und einige Reaktionen gehen. Die Twitterwoche wird danach mit dem Themenbereich twitternde Weinhändler fortgesetzt.

Ziele mit dem Twittersalesday
Neben dem reinen Verkaufsgedanken wird von den Winzern sehr stark die Rolle des Twittesalesday zur Bekanntmachung des Weinguts und deren Weine hervorgehoben. Dirk Würtz: “In jedem Fall wird die Marke bekannter, und zwar schnell und einfach.” Karl-J. Thul hebt zudem hervor, dass bei Twitter Multiplikatoren vorhanden sind. “Aus den Salesdaypaketen resultierten bisher mehrere tweets mit Verweis auf ein twitpic von einer Flasche sowie einige sehr positive Eindrücke über unsere Weine”, sagt der Winzer von der Mosel.

Zudem ist die Neukundengewinnung ein wichtiger Aspekt. Ob nun konkrete Folgebestellungen aufgrund von Verkäufen beim Twittersalesday bei den jeweiligen Winzern eingehen werden, ist bislang aufgrund mangelnder Erfahrungen noch ungewiss. Was jedoch zu gelingen scheint, ist, Weingüter innerhalb einiger hundert Menschen bekannt zu machen und diesen Twitterern einen direkten Bezug (auch von Informationen rund um die Weine) zum Weingut zu geben.

Der Gedanke mit dem Twittersalesday Marketing für das eigene Weingut zu machen, ist sicherlich der Grund, wieso gerade Winzer als authentische Twitterer diese Aktionen machen und nicht die twitternden Weinhändler. Diese haben häufig das Problem die Akteure hinter einem Shopnamen verstecken zu müssen. Zudem kann ein Winzer ohne Komplikationen einfach mal zur Promotion ein paar Flaschen Wein zu einen günstigeren Preis abgeben.

Das ist bei Shops schwieriger, das sie nur sehr selten alleinige Vertriebsrechte haben und somit auch nicht alleine von so einem Marketing profitieren würden.Vor dem Hintergrund dieser Überlegung wäre der Twittersalesday sicherlich auch ein interessantes Marketinginstrument für Weinimporteure. Dies ist jedoch bei dem derzeit bestehenden weitgehenden Internetautismus bei vielen Importeuren in Deutschland eine Utopie.

Reaktionen von anderen Winzern
Twitter ist ja immer noch – trotz aller massenmedialen Berichte – so etwas wie Subkultur. Daher verwundert es nicht, dass vielen Winzern ist Twitter und ganz speziell der Twittersalesday vollkommen unbekannt ist. Dirk Würtz: “Die lachen mich aus und erklären mich für verrückt.”

Zurück zur Einleitung und Artikelübersicht

3. Erfolgreicher Wein-Twittersalesday

Mittwoch, 10. Juni 2009

Foto: Thomas Günther
… Fortstzung. Im folgenden wird es um die Erfahrungen der Winzer gehen, die bislang einen Wein-Twittersalesday durchgeführt haben. Zudem sollen einige kleine Tipps gegeben werden. Dabei sollte über Fragestellungen wie dem Preis oder die Platzierung nachgedacht werden. Der Erfolg hängt von vielen Faktoren ab.

Empfehlenswertes Preissegment
Das Weingut St. Antony hat bei ihrem Twittersalesday das Einstiegssegment ausprobiert. Und war damit zufrieden. Karl-J. Thul meint: “Grundsätzlich denke ich dass sich generell jeder Wein eignet.” Er hebt jedoch hervor, dass bestimmte Referenzen bei teuren Weinen vorhanden sein müssen. Bei ihm gab es eine gemischtes Paket zu kaufen. Dirk Würtz bestätigt, dass grundsätzlich das Preissegment des Weins beim Twittersalesday nicht entscheidend ist: “Ich habe sowohl einen teuren, als auch einen günstigen Wein angeboten. Beides hat funktioniert.”

Aspekte, die den Erfolg im Verkauf erhöhen
Man kann auch ganz allgemeine Regeln aus dem Handel für den Erfolg eines Twittersalesdays heranziehen. Es muss sich tatsächlich um ein Angebot handeln. Es muss dem Käufer also bewusst werden, dass er jetzt zugreifen sollte. Wenn es das Selbe morgen auch wieder gibt, wird er nicht kaufen. Das Angebot sollte daher transparent sein (Preisvergleich) oder aber es handelt sich um ein Probierangebot, was jedoch auch eher erschwinglich sein sollte.

Ein günstiger Zeitpunkt für einen Twittersalesday ist der Monatsanfang. Das hängt mit den Lohnzahlungen am Monatswechsel zusammen. Da sitzt das Geld dann meist etwas lockerer, was man auch an den Umsätzen im traditionellen Handel sehen kann. Florian Jungbauer von St. Antony hebt zudem hervor, dass eine gute Ankündigung und vor allem eine Regelmäßigkeit den Erfolg des Twittersalesdays erhöht.

Bislang kam den Winzern beim Twittersalesday sehr zu Gute, dass dieser auch bei anderen Twitterern – vor allem aus dem Weinblogumfeld – sehr beliebt ist. So haben einige Blogger und weinliebhabende Twitterer die jeweiligen Angebote ReTweeted. Die Sache an sich klingt ja auch erst einmal interessant. Und evtl. ein kleines Schnäppchen zu machen ist ja auch nicht schlecht.

Wird fortgesetzt…

Zurück zur Einleitung und Artikelübersicht

2. Winzer am Wein-Twittersalesday

Dienstag, 9. Juni 2009

Ein Twittersalesday ist – wie der Name schon sagt – ein Tag an dem bei Twitter jemand etwas verkauft. Es gibt dann ein einmaliges Sonderangebot, dass nur zu diesem Preis über Twitter vermarktet wird. Das Angebot gilt nur an diesem einen Tag. So etwas gab es schon mehrmals mit Wein. Etwas erstaunlich daran ist, dass dieser Twittersalesday von Winzern quasi als Direktvertrieb durchgeführt wurde. Zu Ihren Erfahrungen haben wir die twitternden Winzer, Weingüter bzw. Weinmacher befragt.

Auch Weinhändler bei Twitter wurden befragt. Diese haben den Twittersalesday jedoch – abgesehen von privaten Weineinkäufen – noch nicht genutzt. Zwei Weinhändler gaben sogar an, noch nichts vom Twittersalesday gehört zu haben. Andere wiederum haben eine ungefähre Ahnung, wissen nur noch nicht genau wie dies funktioniert. Die noch geringe Zahl an Followern wird bei einigen twitternden Weinhändlern als noch problematisch für eine Teilname am Twittersalesday gesehen. Andreas Brensing vom Kölner Weinkeller (@kweinkeller) geht sogar so weit, dass “Twitter kein Verkaufsinstrument ist”. Andere Weinhändler überlegen, zukünftig auch mal einen Twittersalesday zu probieren.

Von drei Weingütern bzw. Weinmachern ist bislang ein Twittersalesday veranstaltet worden. Dies ist das Weingut Thul (@ritsch, Mosel), das Weingut St. Antony (@stantonywinery) und der Weinmacher Dirk Würtz (@wuetz; beide Rheinhessen), der den Twittersalesday sogar schon zweimal durchgeführt hat. Grundsätzlich war von allen Weingütern eine positive Resonanz zu hören. Und alle drei planen auch zukünftig einen Twittersalesday zu veranstalten, auch wenn zum Teil der Abverkauf bislang nicht sehr hoch war. (Nach Redaktion des Textes haben die beiden Twittersalesdayer aus Rheinhessen jeweils eine weitere Aktion durchgeführt, die hier und im Folgenden nicht berücksichtigt ist.)

Wird fortgesetzt…

Zurück zur Einleitung und Artikelübersicht

1. Twitter für Einsteiger

Montag, 8. Juni 2009

Foto: Thomas GüntherDer erste Beitrag in dieser Twitterwoche soll dem Einsteiger vermitteln, was Twitter eigentlich ist. Bisher ist das nur einer kleinen Minderheit bekannt. Zwar wird – besonders nachdem Barack Obama dies für seinen Wahlkampf einsetzte – ständig über Twitter berichtet. Der prozentuale Anzahl der tatsächlichen Twitterer an der Bevölkerung ist aber sehr gering. Das ändert sich zunehmend. Gleichzeitig sind aber viele Twitter-Einsteiger am Anfang etwas vom Chaos irritiert.

Ganz grundsätzlich ist Twitter ein Microbloggingtool. Man bloggt also jeweils in der Länge einer SMS (140 Zeichen). Dies geht vom Computer oder vom Handy aus. Gleichzeitig folgt man anderen Twitterern (seine eigenen Follower sieht man unter following_me und diejenigen denen man selbst folgt erscheinen unter followers_me). Die Beiträge aller denen man folgt erscheinen auf der eigenen Startseite chronologisch untereinander. Die neusten Tweets (so nennt man die SMS-Kurznachrichten bzw. Microblogbeiträge) sind jeweils oben. Das sieht chaotsich aus. Und das ist es auch.

Eine Diskussion entsteht über @+jeweiligerusername. Die Reaktionen von anderen Twitterern auf die eigenen Beiträge kann man sich auch anzeigen lassen (in der rechten Spalte unter @+eigenerusername). Und so kann man bei Twitter weltweit mit vielen Leuten gleichzeitig diskutieren. Man braucht nur erstmal Leute, die einem folgen. Bei der Diskussion kann niemand den anderen totreden. Es steht bei Twitter ja immer nur die Länge einer SMS zur Verfügung. Und wenn einem das Gezwitscher von jemandem nicht mehr gefällt, kann man ihn auch entfollowen.

Foto: Thomas GüntherAlles was man so bei Twitter schreibt ist öffentlich. Außer man hat einen geschützten Account eingerichtet, der nur von den Followern gelesen werden kann. Dies kann in einigen Anwendungen sinnvoll sein. Die meisten Accounts sind jedoch offen. Das bringt Twitter häufig die Kritik ein, dass Belanglosigkeiten in die Welt hinausgetragen werden. Es muss ja niemand lesen. Es gibt jedoch auch noch die Möglichkeit eine direkte und nicht öffentliche Nachricht an nur einen Twitterer zu schicken. Dies nennt man Direct Message (kurz DM).

Eine andere sehr sinnvolle Sache bei Twitter ist die Suchfunktion. So kann man nach Schlagworten (so genannten Hashtags #) suchen. Eine Zusammenstellung aller Beiträge mit einem Hashtag kann die Diskussion über ein Thema zusammenfassen. Außerdem kann man darüber Auswertungen des Gezwitschers bei Twitter anstellen. So könnte man beispielsweise alle Tweets nach den bekanntesten Rebsorte durchsuchen und man erfährt, über welche Weine am meisten getwittert wird. Die Liste weiterer Anwendungen ist offen. Hier liegen noch viele Potenziale von Twitter-Metatools.

Zurück zur Einleitung und Artikelübersicht