Wein-Minus-Plus-Werbung
Mittwoch, 15. Oktober 2008
Es ist überaus lustig, was manchmal im Wein-Minus-Plus Werbenetzwerk passiert. Da wird einem ein ganz doller Rothschild-Wein versprochen. Statt 6,99 soll er nun angebotsgünstig 6,99 Euro kosten. Das ist doch echt mal ganz günstig. Und man hat so richtig doll was gespart. Für Wein-Minus-Plus sind das 20%. Für alle anderen – sobald sie die Grundschule erfolgreich absolviert haben – sind das null-komma-nichts. Aber billig ist nun mal billig. Egal von welcher Seite aus man das betrachtet. Nen richtig geiler Wein ist das auch. Ich habe ihn letztens für 5,99 im Angebot gesehen. Das war im Fachhandel. Und für alle die auf dem Schlauch stehen (nein, nicht der von Jaqcues): VdP heißt nicht Verband der Prädikatswein-Güter, sondern Vin de Pays (französischer Land- oder Tafelwein).

Inzwischen sollte sich ja rumgesprochen haben, was Kein Jägermeister ist. Angefangen hat alles mit einer etwas schrägen Werbung mit dem Slogan “Kein Jägermeister – Ziemlich zahm”. Darüber ist
Es gibt zu viele Knaller der Woche. Das meint jedenfalls die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing (SPD). So hat sich die Menge an reinem Alkohol, den Jugendliche zwischen 12 und 17 pro Woche zu sich nehmen von 34 Gramm (2005) auf 50 Gramm (2007) erhöht. Schuld sei die Alkoholwerbung und eine ungenügende Selbstkontrolle.
Die Werbeausgaben für alkoholhaltige Getränke sind sehr ungleich verteilt. Im Jahr 2006 wurde in Deutschland 20 mal mehr für Bier-Werbung (73%) ausgegeben als für Wein-Werbung (3%). An zweiter Stelle lagen die Spirituosen (15%) gefolgt vom Schaumwein (9%). Insgesamt 511 Millionen Euro wurden im Jahre 2006 für die Werbung für alkoholhaltige Getränke ausgegeben. Über längere Zeit sanken vor allem die Ausgaben für Spirituosen-Werbung. Diese waren noch vor 10 Jahren doppelt so hoch. Alle drei anderen Produktgruppen sind mit leichten Schwankungen relativ stabil.
Schwerpunkt Beaujolais
Schwerpunkt Brunello 2006 
Schwerpunkt Riesling Großes Gewächs 2010
