Weinrallye #77: Rose, die Farbe des Sommers?
Es gibt sie offensichtlich wieder: Die Weinrallye. Culinary Pixel hat zu dieser 77sten Runde aufgerufen. Das Thema solle „Rose solo oder als Essensbegleiter“ sein. Einige Foodblogger sind schon eifrig dabei. Auch ein paar alte Freunde aus der Weinbloggerwelt haben bereits ihre Beiträge veröffentlicht. Dem will ich nicht nachstehen. Um Essen wird es hier allerdings nicht gehen. Dafür um einen Rose, der als einer der Klassiker in dieser Weinfarbe gelten kann.Weiterlesen »Weinrallye #77: Rose, die Farbe des Sommers?
Saar, Riesling und Sommer. Das sind gleich drei Dinge auf einmal. Und was will man mehr? So laden einige der angesehensten Weingüter zum dritten Mal zu gleichnamiger Veranstaltung am vorletzten Wochenende des August (23. und 24.) an den Fluss der Träume ein. Mit einem Shuttle-Bus kann man am Samstag und Sonntag zwischen den 10 teilnehmenden Weingütern wechseln auf denen auch noch weitere 16 Gastweingüter bereitstehen. So kann man bequem Riesling der Saar und einige weitere Weine probieren.
Wir reisen jetzt einmal ins Burgund. Genauer in das Gebiet Chablis. Es handelt sich allerdings um eine Reise mit dem Finger auf der Landkarte. Mit im Gepäck: Vier Weine aus dem Anbaugebiet. Diese habe ich nebst Höhenprofilkarte dankenswerter Weise vom Marketing für die Weine aus dem Chablis erhalten. Dabei hat diese Region eine Imageverbesserung in Deutschland eigentlich gar nicht nötig. Preiserhöhungen in den vergangenen Jahren sind nur ein Indiz für die ungebrochene Beliebtheit des Chablis hierzulande. Häufig gilt er als Essensbegleiter für Fisch- und Schalentiere. Ihn darauf zu begrenzen wird einigen Weinen der Region nicht gerecht. Interessant ist es die Vielfalt dieses Bereichs im Burgund und die Abstufungen zwischen Petit Chablis, Chablis, Premier Crus und Grand Cru zu betrachten.
Jetzt gibt es den Sauvignon Blanc von Golden Kaan. Doch eigentlich müsste ich es besser wissen: Lasse dich nicht mit billigen Weinen aus dem Supermarkt ein. Doch da jede Regel ihre Ausnahmen kennt und ich grundsätzlich in jeder Vermarktungsform Potenzial sehe, traute ich mich an den Golden Kaan Sauvignon Blanc aus dem aktuellen Jahr 2013 heran. Eine umfangreiche Werbung in einer Weinfachzeitschrift stimmte mich zudem etwas positiv. Doch wegen der Überschrift muss ich leider sagen: Es wird eigentlich nicht der Kaan zornig, sondern ich. Und gar nicht so sehr über diesen Wein, sondern über mich, weil ich für ihn tatsächlich 4,99 Euro bezahlt habe. Wie bei beim Kinofilm Star Trek II sorge ich mich hier um einen Verlust. Denn als Käufer bekommt man leider keinen dem entsprechenden Gegenwert.
Das Thema ist alt. Die Weine ganz neu. Ich habe die aktuellen Jahrgänge von der Edition Fritz Keller für Aldi vor mir stehen. Aber eigentlich will ich die noch gar nicht probieren. Da ist so viel was vorher noch geklärt werden muss. In den vergangenen Wochen habe ich z.B. am Rande der ProWein so viel Mist über Wein bei Aldi und deren Zusammenarbeit mit hochwertigen Weinerzeugern und bekannten Beratern gehört. Vor allem Mitarbeiter eines Wein-Verlages, in dem eine Zeitschrift vor einiger Zeit mit ganzseitiger Werbung für den Wein von Lidl erschien, äußerten sich negativ über die Glaubwürdigkeit von den Leuten, die mit Aldi zusammenarbeiten. Hier geht es aus meiner Sicht mehr um das Abstecken der Reviere bzw. Konkurrenzdenken innerhalb der Weinszene, als um den Einsatz für bestimmte Vermarktungsformen von Wein.
Das Münsterland ist bekanntlich landwirtschaftlich geprägt. Mehrere Bertriebe haben sich auf die Erzeugung von hochwertigem Spargel etabliert. Da frische, regionale und saisonale Lebensmittel im Trend liegen, hat sich das Messe und Congress-Centrum Münster zur erstmaligen Veranstaltung einer Spargelmesse entschieden. Aber der Titel sagt es schon, es geht nicht nur um das schlanke Gemüse, sondern um mehr.