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Medienberichte

Wenn Meldungen zum Thema Wein in den Massenmedien erscheinen, ist manchmal etwas nicht ganz richtig. Machmal werden auch Wahrheitswidriege oder zumindest strittige Thesen verbreitet. Hier soll dies Kommentiert werden.

Ist „Deutscher Wein oft gepanscht“?

Nach der Ausstrahlung einer Fernsehsendung über die neuen Produktionsmethoden bei der Weinerzeugung in der ARD erscheinen schockierende Pressemeldungen zu angeblichen Weinpanschereien in Deutschland. Um dieses Thema ist nun eine Auseinandersetzung entbrannt. Im Kern dabei seht die Behauptung, dass “Deutscher Wein oft gepanscht“ sei. Die These bezieht sich auf die Ergebnisse des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz. Dieses hatte laut ihrem 2005er Jahresbericht 5500 Proben von deutschen sowie ausländischen Weinen untersucht. Es handelt sich also keineswegs um eine Vollerhebung deutscher Weine oder auch nur der aus Rheinland-Pfalz. Weiterhin ist dies keine repräsentative Stichprobe, sondern es geht um die Ergebnisse von Proben, die unter anderem auch erst in Verdachtsfällen genommen wurden. Daher sind Verstöße deutlich überrepräsentiert. Die vorliegenden Zahlen sowie der Ansatz des Jahresberichts wurden von den betreffenden Journalisten also vollkommen falsch interpretiert.Weiterlesen »Ist „Deutscher Wein oft gepanscht“?

Wein beim Discounter: Die „Koalition der Billigen“

Die Novemberausgabe von Öko-Test beschäftigt sich mit Wein aus dem Discounter und kommt dabei zu überraschend positiven Ergebnissen. 75% aller getesteten Weine wurden bei der Sensorikprüfung als „gut“ bezeichnet. Dieses positive Urteil deckt sich keineswegs mit anderen Untersuchungen, die darüber hinaus einen erschreckend hohen Anteil von offensichtlichen Weinfehlern im Diskont feststellen. So wurde das Urteil „gut bis sehr gut“ im letzten Jahr bei einem Test der Zeitschrift „Weinwirtschaft“ nur an 2,4% der Weine aus dem Diskont verliehen. Alle anderen schnitten schlechter ab. Jeder siebte Wein war gar mangelhaft.Weiterlesen »Wein beim Discounter: Die „Koalition der Billigen“

“Deutscher Wein schmeckt dank Klimawandel”

Mit dieser provokanten These überschrieb die Wirtschaftswoche am 16. September 2006 einen Artikel über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Weinbau in Deutschland. Jedoch kann man diese These keineswegs so allgemein unterstreichen, denn Klimawechsel heißt nicht nur eine Temperaturerhöhung, sondern er bringt auch eine klimatische Unbeständigkeit mit sich. Und auch eine hohe Temperatur hat nicht durchweg positive Auswirkungen auf den Weinbau. So hatte der sehr warme Jahrgang 2003 nicht nur überaus gute Weine hervorgebracht. Einige Winzer waren mit dem ungewöhnlichen Wetter geradezu überfordert.Weiterlesen »“Deutscher Wein schmeckt dank Klimawandel”