Wein beim Discounter: Die „Koalition der Billigen“
Montag, 30. Oktober 2006
Die Novemberausgabe von Öko-Test beschäftigt sich mit Wein aus dem Discounter und kommt dabei zu überraschend positiven Ergebnissen. 75% aller getesteten Weine wurden bei der Sensorikprüfung als „gut“ bezeichnet. Dieses positive Urteil deckt sich keineswegs mit anderen Untersuchungen, die darüber hinaus einen erschreckend hohen Anteil von offensichtlichen Weinfehlern im Diskont feststellen. So wurde das Urteil „gut bis sehr gut“ im letzten Jahr bei einem Test der Zeitschrift „Weinwirtschaft“ nur an 2,4% der Weine aus dem Diskont verliehen. Alle anderen schnitten schlechter ab. Jeder siebte Wein war gar mangelhaft. [mehr...]

Es ist anzunehmen, dass die Bodenverhältnisse verantwortlich sind für den zumeist auch qualitativ erkennbaren Unterschied der Weine aus Rheinhessen zu den Rieslingen von der Mosel. Einige Winzer bilden dabei eine deutliche Ausnahme. Gunderloch kann in diesem Zusammenhang als einer der herausragenden Erzeuger in Rheinhessen bezeichnet werden. Das Weingut umfasst 12 Hektar. Es wird hauptsächlich Riesling angebaut. Ein Grund der hohen Qualität liegt in der praktizierten Ertragsreduzierung. Ein zweites Element ist im Keller begründet. Dort wird bei extrem niedriger Temperatur der Wein vergoren. Dabei entstehen ansprechend fruchtige Rieslinge.
„Selten sind sich Weinliebhaber, Winzer und Weinkritiker so einig wie in einem Punkt: dem Ausbau von Riesling im Barrique. Was Chardonnay, Weiß- und Grauburgunder durchaus bekommt, ist für den filigranen Riesling in den meisten Fällen der Todesstoß.“ Dies schreiben Sabine Rumrich und Ingo Swoboda auf Seite 21 ihres Buchs über Riesling. Bernd Philippi aus der Pfalz, der federführend für das Weingut Koehler-Ruprecht ist, lässt seine Rieslinge ausschließlich lange im Holzfass reifen. Einer von diesen ist jetzt im Glas. 
Appenzeller
