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Aldi Biowein

Samstag, 24. Januar 2009

Aldi BioweinJetzt gibt es den Aldi Biowein. Biologische Lebensmittel sind inzwischen weit verbreitet. Auch der Discount wie Aldi nimmt sich seit geraumer Zeit dieses Themas an. In den letzten Tagen rausche eine Meldung über eine Studie zum Biowein durch den Blätterwald. Dabei ist der Discount gar nicht bei den Bezugsquellen für Biowein aufgeführt gewesen. Auch Supermärkte, die derzeit einen mengenmäßig nicht unerheblichen Anteil am Handel mit Biowein ausmachen, waren beim Käufer weniger angegeben.

Aldi Biowein verkostet

Doch nun zu dem Aldi Biowein (gekauft bei Aldi-Nord). Es handelt sich um einen Cotes du Rhone aus 2006. Als Erzeuger ist Eugene Serrignon angegeben. Dieser Aldi Biowein kostet 3,79 Euro. Zwar muss die Erzeugung gar nicht wirklich teurer sein, als bei konventionellem Wein, aber auch da ist dieses Preissegment durchaus schwierig. Zugleich gibt es eine Reihe von Supermärken, die inzwischen Wein aus Trauben aus biologischem Anbau günstig anbieten. Die kommen vorallem aus Italien, Spanien und eben auch Frankreich. Zugleich ist dies für Bioweine ein absoluter Preiseinstieg. Generell ist dieser Aldi Biowein für diesen Preis auch gar nicht schlecht. Es gibt auch Cotes du Rhone für den doppelten Preis, die schlechter schmecken. Der Cotes du Rhone von Eugene Serrignon hat typisch würzige Noten. Insgesamt ist er relativ harmonisch und im mittellangen Nachhall hat er angenehm weiche Aspekte. Insgesamt ist der Aldi Biowein ein einfacher, aber ordentlicher Rotwein zum attraktiven Preis.

Eugene Serrignon Cotes du Rhone Biowein
Frankreich – Rhone
Erzeuger: Eugene Serrignon
Inhalt: 0,75
Alkohol: 13 %
Jahrgang: 2006
Einkaufspreis: 3,80 €
Verschluss: Naturkorken
Quelle: Discounter

Kaufgründe von Biowein

Freitag, 23. Januar 2009

Biowein hat inzwischen ein festes Marktsegment erobert. Zwar ist das Wachstum der letzten zehn Jahre ins stocken geraten, der Marktanteil von Biowein bleibt aber stabil. Doch welche Kaufgründe für Biowein gibt es? Dies wurde durch eine Studie im Auftrag der Weinfachmesse ProWein in Düsseldorf untersucht. Nach dieser hat jeder dritte Befragte schon Biowein getrunken. Und jeder vierte der befragten Weintrinker würde einen Biowein einem Wein aus konventionellem Anbau vorziehen.

Beim Kaufgrund des Bioweins wurde der Geschmack jedoch nur von 40 Prozent als wichtig angegeben. Ein wichtigerer Kaufgrund ist nach der Studie, weil er als gesünder vom Verbraucher eingeschätzt wird. Dies gaben 75 Prozent der Befragten an, die bereits Biowein getrunken haben. Insgesamt gaben 76 Prozent der Befragten an, dass Biowein der Umwelt zuliebe gekauft wird. Auf die Frage, ob sie bereit seien, mehr Geld für Biowein auszugeben, als für konventionellen Wein, antworteten 54 Prozent derjenigen, die bereits Biowein gekauft hatten, dass sie dazu nicht bereit seien.

In diesem Zusammenhang ist auch der gewünschte Bezugsweg sehr interessant, den die Befragten für den Biowein angegeben haben. 68 Prozent würden den Biowein auf einem Weingut kaufen. 67 Prozent gaben einen Weinhändler an, 57 Prozent den Bioladen, 38 Prozent den Supermarkt und nur 18 Prozent das Internet (Mehrfachnennung möglich). Nach den Kundeneinschätzungen scheinen die Vertriebswege mit Beratungsmöglichkeit für Biowein besonders gewünscht zu sein. Biowein ist damit offenbar noch stärker an das Vertrauen in den Vertriebsweg geknüpft, als bei Wein generell.

Diese Studie über die Kaufgründe von Biowein wurde im Auftrag der Weinfachmesse ProWein durch das Marktforschungsinstitut Dialego in Aachen durchgeführt. Dieses befragte dafür 765 repräsentativ ausgewählte Männer und Frauen ab 18 Jahren aus Deutschland. Diese hatten mindestens einmal in den letzten drei Monaten Wein getrunken.

A. Christmann Riesling trocken

Montag, 12. Mai 2008

Nachdem auf der Weinbörse in Mainz der Jahrgang so hoch gelobt wurde, besorgte ich mir einen Riesling vom VDP-Präsidenten Steffen Christmann. Die Erwartungen können da leicht hochgeschraubt sein. Denn wie schmeckt ein Wein aus einem sehr positiv bewerteten Jahrgang, der zudem noch vom Weingut des Vorsitzenden des Verbandes der Prädikatsweingüter kommt. Bei dem Wein sind zwar keine Lagennamen angegeben, da es sich um den Gutswein aus dem Weingut A. Christmann handelt. Es war jedoch zu erfahren, dass er größtenteils aus den Lagen Ruppertsberger Linsenbusch und Deidesheimer Herrgottsacker stammt. Das sind nicht die kleinsten, jedoch gute Lagen.

Die Farbe dieses Rieslings vom Weingut A. Christmannist eher dunkel. Er hat einen orientalischen Geruch. Etwas auch nach asiatischen Früchten. Mir fällt da die Drachenfrucht (Dragonfruit) ein. Diese ist von Pfirsich untermahlt. Die Säure ist angenehm ausgewogen. Zudem hat dieser Riesling seine Längen, in denen kräuterige Noten vorhanden sind. Er ist signifikant und sehr deutlich wiedererkennbar. Das Weingut A. Christmann arbeitet seit einiger Zeit biodynamisch. Es handelt sich also um einen Biowein. Dieses Engagement hat sich im Ergebnis ausgezahlt.

Riesling Qualitätswein trocken
Pfalz
Erzeuger: Weingut A. Christmann
A.P.Nr: 5 173021001 08
Inhalt: 0,75
Alkohol: 12 %
Jahrgang: 2007
Einkaufspreis: 9,00 €
Verschluss: Naturkorken
Quelle: Fachhandel

Biowein leer getrunken

Dienstag, 18. März 2008

Bild: Thomas GüntherProWein 2008 (5) Biowein ist im Trend. Er ist auch ein wichtiges Thema auf der ProWein. Deswegen wurde auf der Verkostungszone extra eine kleine Ökoecke eingerichtet. Und was muss man erleben? Schon am Montag Nachmittag waren viele Flaschen vom Biowein leer getrunken. War das nun die Neugier, das Wissen um Qualität oder haben die Weine einfach nur gut geschmeckt?

Bild: Thomas Günther

BioFach 2008

Mittwoch, 20. Februar 2008

Foto: NuernbergMesse / Heiko StahlMorgen eröffnet die Messe BioFach 2008 in Nürnberg. Sie findet als “Weltleitmesse für Bio-Produkte” vom 21. bis 24. Februar statt. Diese Messe hat für Bio-Weine eine besondere Bedeutung. Im vergangenen Jahr waren ca. 300 Wein-Aussteller aus 13 Ländern vertreten. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit einem Zuwachs von 10 Prozent. Schon mit der 10. Verleihung ihres Weinpreises machte die BioFach im Dezember 2007 auf sich aufmerksam. Die BioFach hofft vom Bio-Boom der letzten Jahre zu profitieren. Allein im Jahr 2007 gab es ein zweistelliges Wachstum bei den biologisch erzeugten Nahrungsmitteln. Ein BloggerTreffen soll es auch geben. Leider ohne mich, da der Weg etwas weit ist und mich andere Tätigkeiten derzeit beschäftigen. Vielleicht sieht man sich ja im nächsten Jahr.

Bonterra Shiraz Carignane

Montag, 5. November 2007

Das Thema Bio-Wein ist häufig mit etwas Komplikationen verbunden. Dazu noch aus Übersee. Es gibt in der EU ja ein Siegel. Zudem bestehen Erzeugerverbände mit Regeln, die über die EU-Vorgaben hinausgehen. Wenn man an ökologisches Engagement im Weinbau in der USA fragt, fällt sofort Fetzer ein. Fetzer verfügt über 730 Hektar Rebfläche, von denen sogar 110 Hektar biodynamisch bewirtschaftet werden. Dieser Erzeuger führt seit 1993 mit Bonterra eine eigene Ökomarke. Sie erfüllen die Richtlinien der Verordnung über ökologischen Landbau der EU. Hier steht jetzt das Cuvee aus Shiraz und Carnignane aus dem Jahre 2004 zu Verkostung an.

Der Bonterra Shiraz-Carignane zeigt sich dicht mit bräunlichen und violetten Reflexen im Glas. In der Nase ist ein intensiver und leicht überreifer Kischduft zu erkennen. Im Mund überrascht ein unerwarteter Caramel- und fast schon ins schokoladigen Krokant gehender Geschmack. Positiv unerwartet! Zudem kommt ein langer Nachhall mit fetter Himbeer-Schokolade. Beim zweiten Schluck harmoniert sich das Geschmackserlebnis ohne seine Tiefe einzubüßen. Vanille ist da auch dabei, aber eben nicht in dieser billig-gefälligen Vanillinvariante die sonst bei Überseeweinen leider häufig anzutreffen ist. Wieder mal ein Wein, der mich davon überzeugt hat, dass Biowein kein Zweck an sich ist, sondern, dass in Folge von biologischer Erzeugung hervorragende Geschmackserlebnisse möglich sind. Erhältlich sind die Weine von Bonterra bei bundesweit bei alnatura. Bei “The Wine Cask Blog” aus den USA ist der Bonterra Chardonnay 2005 verkostet.

Bonterra Shiraz Carignane
USA – California
Erzeuger: Bonterra Vineyards (Fetzer)
Inhalt: 0,75
Alkohol: 14%
Jahrgang: 2004
Einkaufspreis: 10,00 €
Verschluss: Schraubverschluss
Quelle: Biofachhandel