Trascampanas Verdejo 2007
Verdejo ist im derzeit groß im Trend. Diese Rebsorte hat in den letzten Jahren ihren Siegeszug bei den frischen Weinen angetreten. Verdejos aus dem spanischen Rueda überzeugen mit einer angenehmen leichten Frucht und einer knackigen und erfrischenden Säure. Der Verdejo von Trascampanas kam erstmals 2004 auf den Markt. Sofort gab es sehr positive Kritiken und Punktbewertungen um die 90/100 in Spanien. Die Nase dieses Verdejo von Trascampanas ist vollkommen im erwartbaren Bereich. Duftige Zitrusfrüchte und etwas Birne stehen im Zentrum. Am Gaumen zeigt sich, dass – im Unterschied zu anderen Weinen dieser Rebsorte – die Säure sehr gut eingebunden ist. Der lange Nachhall bringt eine für diese Rebsorte ungewohnte Cremigkeit mit sich. Er erinnert auch etwas an die Gummibeeren von so manchem Sauvignon Blanc aus Neuseeland. Trancampanas ist der beste Verdejo, den ich bislang verkostet habe.Weiterlesen »Trascampanas Verdejo 2007
Australien ist, in Bezug auf Weinbau gegenüber dem, was vom alten Europa bekannt ist, ein Kontinent der Superlative. Auch der Rosemount Estate
Das Weingut Heribert Kerpen ist für klassische Riesling aus hervorragenden Lagen von der Mosel bekannt. Der Kerpen Classic geht einen anderen Weg. Er kann als eine klassische Interpretation des Themas Sommerwein gelten. Beides scheint gegensätzlich zu klingen. Es wird jedoch beim Genuss des Kerpen Classic als Einheit empfunden. Nach dem Öffnen der Flasche zeigt sich eine leichte Perlage. Schon vor dem Einschenken ins Glas verströmt dieser Riesling einen herrlichen Duft im Raum. Die Nase ist rund, fruchtig und nicht zu schwer.
Tesch zeigt seit Jahren in der deutschen Weinwelt eindrücklich, dass das „Gesamterlebnis Wein“ nicht nur aus einem guten Flascheninhalt besteht. An dieser Stelle soll der beim Tesch unplugged 2006 verwendete Schraubverschluss positiv hervorgehoben werden. Es gibt ja reichlich Modelle von Schraubverschlüssen auf dem deutschen Markt. Besonders die mit Aluabschuss innen scheinen sich durchzusetzen und Naturkorken weitgehend zu verdrängen. Das Weingut Tesch hat auch konsequent umgestellt (Bild 1). Einen kleinen Nachteil haben die meisten Schrauber jedoch. Glas und Metall sind harte Materialien (Bild 3). Viel weicher ist das Schraubgefühl, wenn – wie bei den Weinen von Tesch – ein Kunststoffgewinde extra eingesetzt ist (Bild 2). Es erinnert etwas an das heraus gleiten eines guten Korkens aus dem Flaschenhals. Mir scheint es auch so zu sein, dass die Stoßanfälligkeit bei diesem Modell des Schraubveschlusses geringer ist.
Nachdem auf der Weinbörse in Mainz der Jahrgang so hoch gelobt wurde, besorgte ich mir einen Riesling vom VDP-Präsidenten Steffen Christmann. Die Erwartungen können da leicht hochgeschraubt sein. Denn wie schmeckt ein Wein aus einem sehr positiv bewerteten Jahrgang, der zudem noch vom Weingut des Vorsitzenden des Verbandes der Prädikatsweingüter kommt. Bei dem Wein sind zwar keine Lagennamen angegeben, da es sich um den Gutswein aus dem Weingut A. Christmann handelt. Es war jedoch zu erfahren, dass er größtenteils aus den Lagen Ruppertsberger Linsenbusch und Deidesheimer Herrgottsacker stammt. Das sind nicht die kleinsten, jedoch gute Lagen.
Etwas überarbeitet bin in gerade noch zu einem befreundeten Weinhändler in den Laden geschlüpft. Dieser hatte eine Flasche Marques de Caceres Rosado vorrätig. Gekühlt war sie auch schon. Sie sollte nämlich Ladenintern verkostet werden, da es sich um den neuen Jahrgang 2007 handelt und eine Kostprobe dieses Weins ohnehin mal genommen werden sollte. Schließlich ist bald Sommer (gefühlt ist er ohnehin schon da). Und Sommer ist Rose-Boom. Das sagen jedenfalls einige PR-Strategen. Beim Champagner ist dies auch bislang aufgegangen.