Kloster Eberbach Hattenheimer Deutelsberg 2005
Das Kloster Eberbach hat einen sehr guten Ruf. Vor allem rührt dieser von der langen Geschichte und den dort stattfindenden Versteigerungen. Die Weine haben eine gemischte Qualität. Während im Hochpreissegment ausgezeichnete Rieslinge und Spätburgunder anzutreffen sind, gibt es auch einige preisgünstige Weine. Die Lage Hattenheimer Deutelsberg ist eigentlich recht bekannt für hohe Qualitäten. Der nun zur Verkostung bevorstehende Riesling präsentiert jedoch als einfach gestrickt. Er zeigt sich mit einer sehr intensiven und lebendigen Säure. Diese ist mit etwas Frucht in Richtung Südfrüchte untermalt. Und das war es schon. Es handelt sich um einen sauberen und unkomplizierten Wein, der dem Preis angemessen ist.Weiterlesen »Kloster Eberbach Hattenheimer Deutelsberg 2005
Mouton Cadet ist ein Klassiker aus Bordeaux. Zu finden ist er in gut sortierten Supermärkten oder auch im Weinfachhandel. Dieser Wein geht auf das Jahr 1927 zurück. Vor 80 Jahren versuchte Baron Philippe de Rothschild neben seinen exelenten und sehr renommierten Rotweinen aus angesehenen Chateaux einen günstigeren Wein auf den Markt zu bringen. Der Mouton Cadet sollte für viele Leute erschwinglich sein. Anfangs war dies noch ein Misserfolg, da die Weintrinker in Frankreich diesen Wein noch nicht annehmen wollten. 1930 kam dann die Bezeichnung Cadet hinzu. Der Wein stammt aus dem Medoc und ist ein Cuvee aus 65%
„Lange bevor die Spanier den Weinbau nach Argentinien brachten, bereiteten die Ureinwohner (Tribu) ein berauschendes Getränk aus Früchten als Ritual der Verbundenheit. Dessen Genuss gehörte damals zu allen Festivitäten und Begegnungen“. So steht es auf dem Rückenetikett der Flasche. Was damit über den Wein ausgesagt werden soll, bliebt ziemlich unklar und ist auch geschmacklich nicht zu erschließen. Dies ist wieder einmal ein Beispiel, wie versucht wird, Folklore zu vermarkten. Nachdem die spanischen Siedler die lokalen Kulturen unterdrückten, bemächtigen sich nun einige Weinhersteller dieser und enteignen die süd- und mittelamerikanischen Ureinwohner ein weiteres Mal, nämlich darin ihre Vergangenheit selbst zu interpretieren.
Der Falesco Vitiano Rosso aus Umbrien hat letztens 89 Parker Punkte bekommen. Als absoluter Punktegegner macht mir dies nichts aus. Der Wein aber ist der Wertescala von Parker angemessen. Der italienische Weinführer Gambero Rosso lobt bei den Rotweinen aus Umbrien eher die aus Montefalco. Da steht der Sagrantino im Mittelpunkt. Bei dem Vitiano aus Umbrien sind drei Rebsorten zu je einem Drittel beteiligt. Da ist die regional vorherrschende
Nun ist wieder einmal ein Riesling an der Reihe zur Verkostung. Dieser wurde zurückgelegt für einen besonderen Anlass. Und dieser war gegeben: Die 200er-Marke der täglichen Besucher auf weinverkostungen.de ist gebrochen. Der Wein ist Wettbewerbe gewohnt. So wurde er in einem Stadion bei der Fußball-WM im VIP-Bereich ausgeschenkt. Und während die im Handel befindlichen WM-Weine von wechselnder Qualität waren, wurde in den Stadien darauf Wert gelegt.
Wird verkosten jetzt den Iguado Cabernet Sauvignon/Malbec aus Mexiko. Mexiko gilt nicht gerade als großes Weinbauland. Dabei ist Weinbau in Baja California gar nicht so ungewöhnlich und weist eine längere Geschichte auf. So gelangte auch dort mit den spanischen „Entdeckern“ und deren religiösen Begleitern der Weinbau ins Land. Bei diesem Wein wird auf dem Rückenetikett auf Franziskanermönche zum Ende des 18. Jahrhunderts verwiesen. Die Aufmachung dieses Weins versucht – wie bei einigen anderen Weinen aus der Neuen Welt – auch an „indianische“ Traditionen anzuschließen. Ich vermute jedoch, dass beide Traditionslinien außerhalb der Marketingabteilungen nicht existent sind.