Winzervereinigung Freyburg-Unstrut Müller-Thurgau
Das Weinbaugebiet Saale-Unstrut entwickelt eine ungewöhnliche Dynamik; zumindest was die Vergrößerung der Rebfläche betrifft. Ca. 600 Hektar davon werden von den über 500 Weinbauern der Winzervereinigung Freyburg-Unstrut bewirtschaftet. Wichtigste Rebsorte mit 71 ha ist dabei der Müller-Thurgau. Dieser ist nun im Glas. Das Etikett verspricht einen „Wein mit leichter Muskatnote, der an Apfel, Aprikosen und Walnüssen erinnert“. Das ist ehrlich und vor allem sehr treffend. Man kann sonst häufig viel Unsinn auf Flaschen lesen, wo ganz offenbar ist, dass der Autor entweder schlecht geschulte Geschmacksnerven oder den Wein nie verkostet hat. Also: Muskat, Apfel, Aprikose und Walnüsse. Den Apfel habe ich eher am Rande wahrgenommen. Bei den nussigen Tönen muss ich sagen, dass diese eine leichte Tendenz zur Disharmonie besitzen. Und eine Kleinigkeit, die das Etikett unterschlagen hat, ist das kleine bisschen Muff im Nachhall.Weiterlesen »Winzervereinigung Freyburg-Unstrut Müller-Thurgau
Die Familie Chivite betreibt Weinbau im spanischen Anbaugebiet Navarra seit 1647. Der zur Verkostung bevorstehende Wein ist ein Cuvee aus den Rebsorten
Viele Verkostungsnotizen sind hier sehr umfangreich. Das ist keine Frage der Qualität der Weine, sondern über einige Weine gibt es nun mal viel zu schreiben; über andere weniger. Dies ist ein Wein der zweiten Kategorie. Der Tempranillo von den Bodegas Riscal hat einen kurzen Ausbau in Eichenfässern hinter sich. Der Vermarkter des Weins gibt das Alter der Rebstöcke mit 20 Jahren an. Insgesamt ist es ein sehr typischer Tempranillo. Bei diesem Preis erschient es mir ein günstiger Alltagswein zu sein.
In Insiderkreisen werden die Weine vom Schloss Vollrads auch als „Sparkassenweine“ bezeichnet. Dies hat nichts mit der Qualität des Weins zu tun, sondern damit, dass ein erheblicher Teil des Weinbetriebs einer lokalen Sparkasse gehört. Nach unbestätigten Gerüchten hat die Instandsetzung der vielen Dächer des Schlosses den vorherigen Besitzer in den Ruin getrieben.
Badische Weine hatten es in der Vergangenheit bei weinverkostungen.de immer einen schwirigen Stand. Mehrere Rieslinge hinterließen bei besser unveröffentlichen Verkostungen eine grausame Erinnerung. Nun soll ein Weissburgunder vorgestellt werden. Der 3-Stern Grauburgunder von Dr. Heger ist aus mehreren Anlässen bekannt und gibt ein Marke vor, die sicherlich in dem Preissegment nun nicht erreicht werden kann.
Fetzer ist einer der größeren amerikanischen Weinproduzenten. Das Unternehmen wurde 1958 gegründet. Der erste Wein verzeichnet den Jahrgang 1968 auf dem Etikett. Fetzer baute anfangs hauptsächlich rote Rebsorten an, hat aber inzwischen auch weiße Wein und sogar auch einen Riesling im Sortiment. Es wird im Weingut auf Ökologie Wert gelegt, ohne jedoch dass die Weine als Ökoweine klassifiziert sind (damit hängt die globale Problematik der Standards und die Verpflichtung diese dann immer einhalten zu müssen zusammen). Fetzer ist im Prestige-Segment aktiv ist, hat aber zugleich günstige Weine – wie den jetzt zu verkostenden – im Programm.