Besuch im Grand Cru Rangen de Thann
Die deutschen Genießer mögen Weine aus guten Lagen. Diese gibt es im Elsass schon recht lange. Ihre amtliche Registrierung erfolgte jedoch erst seit 1975 mit der berühmten Modellage Schlossberg. In zwei weiteren Schritten wurden es 50 Grand Crus. Mit dem Kaefferkopf als 51stes Grand Cru seit 2007 kann man die Klassifizierung als abgeschlossen betrachten. Die südlichste und zugleich steilste dieser Lagen ist seit November 1983 Rangen bei Thann. Hier endet auch die Elsässer Weinstraße, welche bei 170 Kilometern Länge durch 67 Weinbaugemeinden führt. Die Grand Crus besitzen 14 verschiedene Bodentypen. Nicht nur wegen ihrer Steilheit ist Rangen de Thann etwas besonders.Weiterlesen »Besuch im Grand Cru Rangen de Thann
Trotzdem es klein und fein ist: Als wirkliche Neuentdeckung kann man das Weingut Christian Bamberger von der Nahe nicht mehr feiern. Zumindest in den Weinkreisen hat es in den vergangenen Jahren schon einen beachtlichen Erfolg hinlegen können. Die Reihe 7byCB versammelt 7 Weine, die als beste des Weingutes angesehen werden können. Die 7 meint zugleich die 7 Hektar Toplagen in Schlossböckelheim, die Christian Bamberger im Jahr 2007 übernommen hat. Er selbst kam nach einigen Umwegen 2004 auf das elterliche Weingut an die Nahe zurück.
Für mich gehört seit Jahren das Weingut Dr. Crusius zur Riesling-Spitze der Nahe. Nicht selten stehen die Rieslinge bei einigen Autoren etwas zu sehr in Schatten anderer Erzeuger der Nahe. Das Weingut Dr. Crusius scheint eher noch ein Geheimtipp jedoch mit Fangemeinde zu sein. Bei dem Großen Gewächs ist dieses Weingut für mich in den letzten Jahren ganz weit oben in der Region Nahe. Ich schätze in dieser Kategorie, dass man auf Extravaganzen des Weinguts verzichtet und sich vielmehr bemüht die Charakteristik der Lage herauszuarbeiten.
Jetzt gibt es Riesling Erstes Gewächs. Über den Rheingau wird seit einiger Zeit intensiv diskutiert. Während bei den Rieslingen aus Rheinhessen und von der Nahe die Talente und Aufsteiger in den letzten Jahren gefeiert wurden, die Mosel ihre Individualität und Einzigartigkeit der Weine bewiesen hat, ist das Anbaugebiet Rheingau in der Wahrnehmung ins Hintertreffen geraten. Dabei liegt mit den Esten Gewächsen hier – wenn nicht sogar die Geburtswiege – so doch ein wichtiger Ursprung dieser trockenen Spitzenkategorie für deutsche Weine.
Ab Anfang Mai gibt es wieder etwas Neues von der Edition Fritz Keller auf den Paletten bei Aldi. Der Riesling 2011 aus Baden ist für beide Discounter in Nord und Süd produziert worden. Dabei ziert das Etikett – wie bei der Edition Fritz Keller üblich – eine Lithographie von Paul Klee aus dem Bauhaus-Archiv. Für den Riesling 2011 wurde „Die heitere Seite“ aus dem Jahre 1923 verwendet.
Wir sind beim Wein aus Deutschland derzeit in einer etwas schwierigen Situation. Der Jahrgang 2010 hat recht wenig Menge gebracht und selbst bei einigen guten Weingütern sind die Qualitäten nicht immer ganz zuverlässig. So gilt es etwas zurückzuschauen, was sonst noch so herumsteht und getrunken werden könnte. Da fand ich in einem Weinladen den 2007er Kabinett aus dem Deidesheimer Paradiesgarten. Der Riesling stammt vom renommierten Weingut Bassermann-Jordan in der Pfalz.