Prinz zu Salm Wallhäuser Pfarrgarten Riesling Beerenauslese Nahe 1989
1989 war sicherlich ein bedeutendes Jahr in der deutschen Geschichte. Das Folgejahr ebenso. Viele denken an den 9. November; aber auch in der Weinwelt heißt es: Time to remember. 1989 wurden die Riesling-Trauben dieser jetzt geöffneten Beerenauslese angebaut. 1990 war das Jahr, in dem dieser Wein in die Flasche kam. Sein Erzeuger Michael Prinz Salm zu Salm trat zu der Zeit die Präsidentschaft des VDP an. Damals stritt man im Verband der Prädikatsweingüter entschieden um die Qualität der Weine. Prinz Salm war hier einer ihrer Verfechter. Selbst adlig wird es aus heutiger Sicht vor allem seiner Präsidentschaft zugeschrieben im VDP aufgeräumt zu haben und den Wandel vom Adelsclub zu einer Rückbesinnung auf die Qualitätsspitze des Weinbaus in Deutschland vollzogen zu haben.Weiterlesen »Prinz zu Salm Wallhäuser Pfarrgarten Riesling Beerenauslese Nahe 1989
Rueda ist ein kleiner Ort im spanischen Landesinneren mit derzeit 1343 Einwohnern. Wenn man mit dem Auto von Madrid kommt, fällt am rechten Wegesrand ein gigantisch großes Weinfass aus Metall auf. Dann passiert man eine Tankstelle. Folgt man der Ruta del Vino weiter, so kommt man in diesen eigentlich recht typischen spanischen kleinen Ort. Doch dann sieht man auf der linken Straßenseite eine Unzahl von Weinläden, Bars und Restaurants. Wenn man in die Schaufenster blickt, erkennt man: Hier gibt nicht nur die für die Region typischen Weißweine vornehmlich aus Verdejo, sondern auch einige Rotweine aus den benachbarten Weinregionen Ribera del Duero, Rioja usw.
Früher hing man mit Freunden ab. Heute macht man ein Hangout. Ich gestehe es: Es war mein erstes Mal. Das Marketing für Neuseeland hatte einige Vertreter aus Handel und Journalismus (incl. Blogger) eingeladen um mit Caro Maurer MW und zwei Erzeugern dortiger Weißweine diese per Videokonferenz – genauer g+ Hangout – zu diskutieren und zu verkosten. Der Titel der Onlinekonferenz war „Pioneers of NZ“. Die Entwicklungen bei den Weinen aus Neuseeland sind nicht minder spannend als die der Onlinetechniken. Die früheren Versuche von Twitter-Weinverkostungen vor einigen Jahren sehen hiergegen noch wie Unterhaltungen mehrerer Leute mit dem Morsegerät aus. Viel mehr als das war es damals wahrscheinlich nicht, auch wenn es Spaß gemacht hatte. Erinnert sich noch jemand an #twv?
Seit dem Jahrgang 2011 ist Saint Mont eine eigene AOC. Darum hatte man dort ca. 30 Jahre lang gestritten. Der Erzeuger Plaimont ist alles andere als klein. Derzeit erzeugt diese Genossenschaft 40 Millionen Flaschen im Jahr. Eigentlich kann man die AOC Saint Mont mit Plaimont Producteurs gleichsetzen, denn in diesem Gebiet werden 98% aller erzeugten Weine von dieser Genossenschaft vermarktet. Im wohlklingenden Madiran ist man mit fast der Hälft der Menge auch sehr aktiv. Für viele Weingenießer klingt dieser Gigantismus etwas negativ.
Es gibt sie offensichtlich wieder: Die Weinrallye.
Wir reisen jetzt einmal ins Burgund. Genauer in das Gebiet Chablis. Es handelt sich allerdings um eine Reise mit dem Finger auf der Landkarte. Mit im Gepäck: Vier Weine aus dem Anbaugebiet. Diese habe ich nebst Höhenprofilkarte dankenswerter Weise vom Marketing für die Weine aus dem Chablis erhalten. Dabei hat diese Region eine Imageverbesserung in Deutschland eigentlich gar nicht nötig. Preiserhöhungen in den vergangenen Jahren sind nur ein Indiz für die ungebrochene Beliebtheit des Chablis hierzulande. Häufig gilt er als Essensbegleiter für Fisch- und Schalentiere. Ihn darauf zu begrenzen wird einigen Weinen der Region nicht gerecht. Interessant ist es die Vielfalt dieses Bereichs im Burgund und die Abstufungen zwischen Petit Chablis, Chablis, Premier Crus und Grand Cru zu betrachten.