Paul Knod Moselschiefer Riesling Kabinett
Jetzt gibt es Moselschiefer. Aber so richtig. Paul Knod, bzw. das Weingut Rainer Knod aus Burg an der Mosel war mir vor der Verkostung dieses Rieslings Kabinett feinherb aus 2007 vollkommen unbekannt. Das ist aber nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie viele Weingüter es in Deutschland gibt. Und einige von den eher unbekannteren Weingüter sind dies leider zu unrecht. So auch das Weingut Rainer/Paul Knod. Denn der Riesling Kabinett feinherb Moselschiefer macht wirklich Spass.Weiterlesen »Paul Knod Moselschiefer Riesling Kabinett
Ich will damit nicht hinter den Weinberg halten: Rheinhessen ist die Aufstiegsregion für Riesling in diesem Jahr für mich. Das bedeutet nicht, dass diese Weinbauregion plötzlich an der Spitze steht. Aber vieles, was ich bislang dieses Jahr aus Rheinhessen im Glas hatte, war einfach gut. Auch das Marketing war jung, frisch und voller Ideen. Dieses kann den zunehmenden Anteil der dynamischen Wechselweintrinker erreichen. In diesem Atemzug ist sicherlich das Weingut St. Antony zu nennen, von dem ich ganz zufällig (sogar von persönlichen Kontakten, gegenseitiger Twittergefolgschaft, XING-Bekanntschaft oder facebook-“Freundschaft” unabhängig) eine Flasche 483-Riesling zugespielt bekam.
Es gibt in Deutschland tatsächlich aristokratische Weinberge. Die Geschichte des Hochheimer Königin Victoriaberg geht so: 1845 besuchte die englische Königin Victoria mit ihrem deutschen Ehemann Prinz Albert den Weinberg und war von den dortigen
Ständig gibt es zu lesen: Entdecken Sie die Weine der Neuen Welt! Das hört sich häufig so an, als wenn das Alte Wein-Europa schon lange abgehakt ist. Aus dem Gegenteil wird ein Schuh. Während uns aus der Neuen Welt leider viel zu häufig langweilige Einheitsweine vorgesetzt werden, gibt es in Europa alte und authentische Weine zu entdecken. Eines der unzähligen vernachlässigten Gebiete ist Marcillac in Frankreich. Viele Weintrinker sehen dieses Land mit Bordeaux, Burgund und Loire schon erschlossen. Dem ist bei weitem nicht so.
Ich gestehe es ja ein: Dieser Burgunder kommt von ALDI. ALDI-Nord hat gerade wieder drei rote Weine aus Frankreich im Sonderangebot. Jedoch aufgepasst: Das ein Wein-Sonderangebot bei ALDI bedeutet, dass es nicht unbedingt bedeutet ein Schnäppchen.
Ich suchte in der Vergangenheit (natürlich nicht ganz ernsthaft) Weine aus Münster oder Westfalen. Dabei fand ich neben einen Münsterischen Rotspon auch den Bergerac vom Chateau Westphalie. Hintergrund des Namens ist, dass 1807 der Prinz von Hohenzollern-Sigmaringen nach Anordnung von Napoleon mit dem Bataillon “Westphalie” auf dem Weg nach Spanien war. In Bergerac wurde vier Wochen Station gemacht. Ein Hügel heißt dort seitdem Westphalie. Ich vermutete bei der Flasche sofort, dass es sich um einen Scherz für Touristen oder Münsteraner, die etwas aus der Region verschenken wollen handelt. Doch wir wollen hier nicht vermuten, sondern testen. Was taugt also der Chateau Westphalie aus Bergerac?