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Verkostungen

Bei weinverkostungen.de gibt es zahlreiche Verkostungen von Weinen. Hier sind nicht subjektive aber auch nachvollziebare Verkostungsnotizen abgelgt. Vielmehr versuchen wir jeweils die Region, die klimatischen Verhältnisse, die Tradition, den Boden, die verwendete Rebsorte und den Winzer zu verstehen. Bei allen Verkostungen fragt sich: Was macht diesen Wein besonders? Wieso etsteht er genau so? Wir versuchen dem auf den Grund zu gehen.

Verkostunen nach Ländern

Bei unseren Verkostungen stehen besonders die deutschen Weine im Mittelpunkt. Das liegt auf der Hand, da im hiesigen Handel eine riesige Vielfalt an heimischen Weinen vorhanden ist. Aber auch auf Reisen nach Frankreich, Italien und Spanien entdecken wir den ein oder anderen empfehlenswerten Wein. Besonders Frankreich hat uns da in den vergangenen Jahren sehr begeistert.

Lenz Moser Blauer Zweigelt

Lenz Moser ist einer der großen europäischen Weinerzeuger. Nach eigenen Angaben liefern 300 Winzer in Österreich die Trauben. Jährlich macht das 16 Millionen verkaufte Flaschen. Auch in China engagiert sich der Betrieb inzwischen. Nun soll ein gewöhnlicher Wein dieses Herstellers verkostet werden. Die Rebsorte Blauer Zweigelt ist auch sehr typisch für Österreich. Der Wein ist fehlerfrei und ausdruckslos. Er hat relativ wenig Säure, wirkt aber bitter am Gaumen. Man fragt sich bei der Verkostung welche Aussagekraft das Wort „Selection“ auf dem Etikett haben soll. Eigentlich werden mit diesem nicht geschützen Begriff hochwertige Weine gekennzeichnet, die z.B. von Hand gelesen wurden und tatsächlich eine Auswahl der besten Reben darstellen. Davon ist bei diesem Zweigelt nichts herauszuschmecken.Weiterlesen »Lenz Moser Blauer Zweigelt

Dr. von Bassermann-Jordan Ruppertsberger Reiterpfad

Bassermann-Jordan ist nicht nur bezüglich der in Reben stehenden Fläche, sondern auch wegen vieler Weine als Groß zu bezeichnen. Nun ist ein Riesling aus einer guten Lage im Glas. Der Wein zeigt sich in einem vollen Gelb mit etwas grünlichen Reflexen. Zudem ist ein leichtes Moussieren zu beobachten. Der Riesling bringt süßliche Südfrüchte (reife Mango und Pfirsich) in die Nase. Dies bringt einen frischen und etwas bitteren Geschmack auf die Zunge, der von einer ansprechend dimensionierten Frucht untermalt ist. Es ist ein langer Nachhall wahrzunehmen, in dem ein ausgewogenes Verhältnis von Säure und Frucht besteht. Im sehr späten Finish kommen Anklänge von Aprikose und Gurke zum tragen. Der Wein ist groß, ohne dabei aufdringlich oder protzig aufzutreten. Die Etikettierung zeichnet dies nach: Das Prädikat Kabinett ist auf dem Frontetikett gar nicht angeführt.Weiterlesen »Dr. von Bassermann-Jordan Ruppertsberger Reiterpfad

KWV Early autumn 2007

Es geht jetzt weiter in der Reihe der Sommerweine. Mit dem Early sind die ersten Weine des Jahrgangs 2007 auf den Markt gekommen. Möglich ist dies, da die Jahreszeiten auf der südlichen Erdhalbkugel ein halbes Jahr voraus sind. Außerdem ist der Early von KWV immer ein sehr junger Wein. Es gibt ihn in drei Farben. Der Rose ist in diesem Jahr sehr dunkel geraten. Er riecht intensiv nach süßer Himbeere. Der rote Early hingegen hinterlässt in der Nase einen leicht unangenehmen Ton (der erinnert mich irgendwie an angebrante Gummireifen). Daher habe ich für die Verkostung des Weißweins entschieden. Dieser fällt trocken und frisch aus. Er ist fruchtig in Richtung von Beeren und hat eine Säure im mittleren Bereich. Die Rebsorten sind weder angegeben noch in Erfahrung zu bringen. Ich vermute, dass es sich beim weißen Early von KWV um ein Cuvee handelt. Dabei bin ich mir sehr sicher, das Chinin Chenin Blanc die Hauptrebsorte ist. Chardonnay und Sauvignon Blanc scheinen mir das ganze etwas abzurundenden.Weiterlesen »KWV Early autumn 2007

Drautz-Able Heilbronner Stiftsberg Rivaner

Drautz-Able ist ein Weingut mit mehreren Hundert Jahren Geschichten. Seit 1496 kann die Weingärtnerfamilie Drautz auf kaiserliche Erlaubnis hin ein Wappen verwenden. Das Weingut ist seit zwei Jahrzehnten (damals war das noch nicht so angesehen) sehr engagiert bei Imageverbesserung des Barriqueausbaus. Es wird also versucht Tradition und Neuerung zu vereinen. Auf der diesjährigen ProWein hatte ich die Gelegenheit einen hervorragenden Sauvignon Blanc vom Weingut zu verkosten. Nun ist der auch deutlich günstigere Rivaner dran. Der Wein hat eine sehr helle Farbe. Er zeigt sich frisch und leicht fruchtig. Es sind holzige und nussige Noten zu bemerken, die rebsortentypsich sind. Er ist leicht verspielt und zeigt – das ist für einen Rivaner eher untypisch – mehrere Facetten. Für den relativ günstigen Preis ist der Wein durchaus in Ordnung.Weiterlesen »Drautz-Able Heilbronner Stiftsberg Rivaner

Kesselstatt Sommerpalais 2006

In einer kleinen und losen Reihe werden in den nächsten Wochen einige Sommerweine für das Jahr 2007 vorgestellt. Hier gab es schon den ersten Teil. Heute ist der Sommerpalais von Kesselstatt dran. Der Name sagt ja schon, dass es sich um einen Terrassenwein handelt. Die Etiketten werden liebevoll von den Kindern der Familie gemalt. Beim diesjährigen Motiv muss ich irgendwie an die US-Serie „Bezaubernde Jeanny“ denken. Hoffentlich ist der jetzt zu verkostende Riesling auch bezaubernd oder gar verzaubernd.Weiterlesen »Kesselstatt Sommerpalais 2006

Dr. Bürklin-Wolf Bürklin Estate Dornfelder

Dr. Bürklin-Wolf Bürklin Estate DornfelderBürklin-Wolf ist eins der drei großen B’s aus der Pfalz. Zu der Größe gehört nicht nur eine Anbaufläche von ca. 90 ha, sondern ein beständiger Erfolg bezüglich der Qualität der Weine. Wenn eine Umfrage unter Weinkennern nach deutschen Weinerseigern in Privatbesitz gemacht werden würde, währe Bürklin-Wolf sicher in der Top-Ten. Obwohl Bürklin-Wolf sehr viele Rieslinge erzeugt, soll hier ein Dornfelder verkostet werden. Auch wenn – motiviert vom internationalen Erfolg – sich viele Winzer derzeit auf den Weißwein (ganz besonders den Riesling) konzentrieren, sind auch die deutschen Rotweine nicht zu verachten. Der Dornfelder ist in diesem Kontext eine wichtige Rebsorte.Weiterlesen »Dr. Bürklin-Wolf Bürklin Estate Dornfelder