Markgraf von Baden Schloss Staufenberg Durbach Weißburgunder
Unter dem Namen Markgraf von Baden firmieren zwei Weingüter. Das eine ist das Schloss Salem mit 110 ha Rebfläche am Bodensee. Das andere Weingut nennt sich Schloss Staufenberg und liegt mit 25 ha in Durbach. Dort wird zu 70% Weißwein angebaut. Aus dem Weingut Schloss Staufenberg steht nun der trockene Weißburgunder aus 2007 zur Verkostung an. Die Farbe ist relativ hell. Der Wein ist finessenreich und leicht. Er überzeugt mit einer frischen und erfrischenden Säure. Ein Weißburgunder aus Baden der bei warmen Wetter Spaß macht und dem man seine 13 % nicht anmerkt.Weiterlesen »Markgraf von Baden Schloss Staufenberg Durbach Weißburgunder
Verdejo ist im derzeit groß im Trend. Diese Rebsorte hat in den letzten Jahren ihren Siegeszug bei den frischen Weinen angetreten. Verdejos aus dem spanischen Rueda überzeugen mit einer angenehmen leichten Frucht und einer knackigen und erfrischenden Säure. Der Verdejo von Trascampanas kam erstmals 2004 auf den Markt. Sofort gab es sehr positive Kritiken und Punktbewertungen um die 90/100 in Spanien. Die Nase dieses Verdejo von Trascampanas ist vollkommen im erwartbaren Bereich. Duftige Zitrusfrüchte und etwas Birne stehen im Zentrum. Am Gaumen zeigt sich, dass – im Unterschied zu anderen Weinen dieser Rebsorte – die Säure sehr gut eingebunden ist. Der lange Nachhall bringt eine für diese Rebsorte ungewohnte Cremigkeit mit sich. Er erinnert auch etwas an die Gummibeeren von so manchem Sauvignon Blanc aus Neuseeland. Trancampanas ist der beste Verdejo, den ich bislang verkostet habe.
Etwas überarbeitet bin in gerade noch zu einem befreundeten Weinhändler in den Laden geschlüpft. Dieser hatte eine Flasche Marques de Caceres Rosado vorrätig. Gekühlt war sie auch schon. Sie sollte nämlich Ladenintern verkostet werden, da es sich um den neuen Jahrgang 2007 handelt und eine Kostprobe dieses Weins ohnehin mal genommen werden sollte. Schließlich ist bald Sommer (gefühlt ist er ohnehin schon da). Und Sommer ist Rose-Boom. Das sagen jedenfalls einige PR-Strategen. Beim Champagner ist dies auch bislang aufgegangen.
Chardonnay ist in Deutschland – wie einige andere internationale Rebsorten – keine Seltenheit mehr. Bei dem Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay Kabinett trocken von der Winzergenossenschaft Wolfenweiler war ich vor der Verkostung etwas skeptisch. Was kann man schon für schmale 5 Euro erwarten. Die Nase des Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay ist fruchtig. Der Geschmack ist auch fruchtig. Dieser Chardonnay entspricht eher einem Überseestil, als dass er in Richtung eines mineralischen Chablis geht. Jedoch ist der Wolfenweiler Batzenberg nicht ganz so fett, wie es in Übersee leider anzutreffen ist. Ein Wein, den man gut im Sommer als Schorle trinken kann. Alles ins insgesamt recht einfach und unkompliziert. Auch von Weinverkostungen weitgehend unberührte Damen werden diesen Wolfenweiler Batzenberg Chardonnay wahrscheinlich mögen.
Silvaner mit höheren Oechlegraden können sehr unangenehm massiv-fruchtig sein. Ich hätte auch nie zu einer solchen Flasche gegriffen. Am Stand vom Bürgerspital zum Hl. Geist auf der diesjährigen ProWein hatte ich jedoch die Gelegenheit diesen Wein zu verkosten. Ich hoffe jedenfalls, dass es der 2006er war und nicht schon der nachfolgende Jahrgang. Man sollte meiner Meinung nach immer mal wieder Weine verkosten, die man im ersten Moment so einstuft, dass sie einem nicht schmecken würden. Vorurteilsfrei dann an die Verkostung zu gehen, ist immer ein spannender Versuch. Manchmal wird er auch belohnt.
Alde Gott ist eine der großen