Multiwein I: Stowells Sauvignon Blanc (Chile)
Stowells ist eine Linie die weltweit nach Ländern sortiert und in Rebsorten bzw. -cuvees getrennt Wein anbietet. Es gibt aus neun Ländern jeweils zumeißt zwei oder drei Weine. Ehrlich gesagt habe ich noch nie einen Sauvignon Blanc aus Chile getrunken. Es gibt sehr schön fruchtige mit einer reintönigen Säure in überzeugender Intensität aus Neuseeland oder auch Frankreich. Doch dieser Wein ist anders. Ich vermisse die dominannte Säurestruktur. Der Wein wirkt fast schon wie ein ungehobelter chilenischer Chardonnay. Der Nachhall ist relativ kurz. Gleichzeitig ist hervorzuheben, dass der Wein fehlerfrei und genießbar ist (keineswegs selbstverständlich in dieser Preiskategorie).Weiterlesen »Multiwein I: Stowells Sauvignon Blanc (Chile)
Markus Molitor gilt als eines der besten Weingüter an der Mosel. Diesen Reisling gibt es – neben einem anderen von diesem Erzeuger -exklusiv nur bei Mövenpick-Weinland. Ich finde solche Exklusivvermarktungen nicht so schön, da man an einen Vertrieb gebunden ist. Zudem ist die betreffende Kette nur in 12 Städten in Deutschland vertreten (Stand 2006). Möglich wird der Exklusivvertrieb durch die Vielfalt der verschiedenen Bezeichnungen von Molitor. Und nötig ist er, da das Weingut häufig garnicht genug Menge eines Weins hat, um einen größeren Vermarkter zu beliefern. Das W bei diesem Riesling steht für die überwiegend wurzelechten Reben an den Steillagen der Mosel.
Das Weingut Fritz Haag bewirtschaftet 7,5 ha an der Mittelmosel, die ausschließlich mit Riesling bepflanzt sind. Die Prädikatsweine kommen aus den Spitzenlagen “Brauneberger Sonnenuhr” und “Brauneberger Juffer”, wobei die Sonnenuhr aufgrund der Lage und Beschaffenheit des Hangs häufig Spitzenweine ermöglicht. Bei Fritz Haag erfolgt die Lese ausschließlich per Hand. Die Verarbeitung ist schonend und traditionell.
Die Weine vom Eitelsbacher Karthäuserhofberg haben ein nur geringfügig modernisiertes Etikett am Hals der Flasche. Dies könnte kult werden; wenn es dies nicht schon ist. Das Etikett weist auf die lange Geschichte des Weingutes hin, welches 1335 vom Kurfürsten Balduin an die Karthäusermönche geschenkt wurde. 1803 fiehl es dann im Rahmen der Säkularisierung an den französischen Staat. Nach einigen weiteren Wirrnissen in der Geschichte wird es seit 1986 von Christoph Tyrell als sechster Generation in Familienbesitz bewirtschaftet.
Wieder mal ein Wein, der seine äußere Anziehungskraft aus dem Preis gewinnt. Nein, nicht aus dem Verkaufspreis, dieser lag in erwartbarer Region, sondern daraus, dass das Weinmagazin Decanter der Winzer Ernst Loosen zum “Mann des Jahres 2005” gewählt hat. Da werde ich mal schauen was dieser Mensch in dem Jahr in die Flasche bekommen hat, oder ob er nur mit dem Feiern der Ehrung beschäftigt war. Vielleicht noch einige Eckdaten zum Weingut. Dr. Loosen (Titel stammt vom Vater aus den 50er Jahren; Dr. jur.) haben ca. 12 ha Rieslingreben (100%). Diese sind durchschnittlich 60 Jahre alt und zu 98% wurzelecht.
La Cuvee Mythique ist ein bekannterer Rotwein aus dem Supermarktragal. Dieser hat sehr positiven Bewertungen bei Parker auf sich aufmerksam gemacht. Teilweise erhielt er 90 Punkte und mehr. Eigentlich handelt es sich hierbei um einen