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Sonstige

Alle Verkostungsnotizen, die in keine andere Unterkantegie passen sind hier eher zufällig zusammengefasst.

Markus Schneider Sauvignon Blanc

Deutsche Weine der Rebsorte Sauvignon Blanc haben es mir in der Vergangenheit schon angetan. Da es etwas zu feiern gab, gelangte der Wein von Schneider in die Kühlung und dann ins Glas. Der Wein ist typisch hell. Auch geschmacklich präsentiert er die Rebsorte von einer sehr guten Seite. Dabei ist die typische Stachelbeere herauszuschmecken, steht aber nicht wie bei einigen günstigeren Sauvignon Blanc’s monumental im Vordergrund. Soviel soll da gar nicht analysiert werden. Der Wein ist klasse! Leider sind die erzeugten Mengen von deutschem Sauvignon Blanc – vor allem auch einiger anderer Winzer – sehr begrenzt, was sich dann auch im Preis wiederspiegelt.Weiterlesen »Markus Schneider Sauvignon Blanc

Zur Schwane-Sommer Kerner trocken

Der Wein fällt auf. Nicht nur der poppige Schraubverschluss springt sofort ins Auge. Für diese Verschlussart setzt sich das Weingut „Zur Schwane“ offensiv ein. Unter der Überschrift „Zeit, dass sich was dreht…!!“ wird für die alternative Verschlussart geworben. Auf diesem Schraubverschluss prangt – neben dem Schwan auf dem Etikett – ein zweiter Vogel: Der Adler vom VDP. Ein weiteres Aufmerksamkeit erweckendes Detail ist die Flaschenform: Bocksbeutel. Nur ist er bei diesem Wein nur leicht grünlich. Ich hab ja nichts gegen Traditionen. Der Bocksbeutel hat nur zwei entscheidende Nachteile. Er passt weder in Altglascontainer noch – was wichtiger ist – in meinen Flaschenkühler (obwohl es solche gibt; aber nur dafür extra einen kaufen?). Und kühl soll der „Zur Schwane“ ja sein. Dann der Wein ist ausdrücklich als Sommerwein gekennzeichnet. Also muss er schnell ausgetrunken werden (was bei 12,5% im Sommer schwer fällt) oder man muss häufiger zwischen Terrasse und Kühlschrank pendeln (was, wenns warm ist, auch nicht gerade schön ist).Weiterlesen »Zur Schwane-Sommer Kerner trocken

KWV Early autumn 2007

Es geht jetzt weiter in der Reihe der Sommerweine. Mit dem Early sind die ersten Weine des Jahrgangs 2007 auf den Markt gekommen. Möglich ist dies, da die Jahreszeiten auf der südlichen Erdhalbkugel ein halbes Jahr voraus sind. Außerdem ist der Early von KWV immer ein sehr junger Wein. Es gibt ihn in drei Farben. Der Rose ist in diesem Jahr sehr dunkel geraten. Er riecht intensiv nach süßer Himbeere. Der rote Early hingegen hinterlässt in der Nase einen leicht unangenehmen Ton (der erinnert mich irgendwie an angebrante Gummireifen). Daher habe ich für die Verkostung des Weißweins entschieden. Dieser fällt trocken und frisch aus. Er ist fruchtig in Richtung von Beeren und hat eine Säure im mittleren Bereich. Die Rebsorten sind weder angegeben noch in Erfahrung zu bringen. Ich vermute, dass es sich beim weißen Early von KWV um ein Cuvee handelt. Dabei bin ich mir sehr sicher, das Chinin Chenin Blanc die Hauptrebsorte ist. Chardonnay und Sauvignon Blanc scheinen mir das ganze etwas abzurundenden.Weiterlesen »KWV Early autumn 2007

Drautz-Able Heilbronner Stiftsberg Rivaner

Drautz-Able ist ein Weingut mit mehreren Hundert Jahren Geschichten. Seit 1496 kann die Weingärtnerfamilie Drautz auf kaiserliche Erlaubnis hin ein Wappen verwenden. Das Weingut ist seit zwei Jahrzehnten (damals war das noch nicht so angesehen) sehr engagiert bei Imageverbesserung des Barriqueausbaus. Es wird also versucht Tradition und Neuerung zu vereinen. Auf der diesjährigen ProWein hatte ich die Gelegenheit einen hervorragenden Sauvignon Blanc vom Weingut zu verkosten. Nun ist der auch deutlich günstigere Rivaner dran. Der Wein hat eine sehr helle Farbe. Er zeigt sich frisch und leicht fruchtig. Es sind holzige und nussige Noten zu bemerken, die rebsortentypsich sind. Er ist leicht verspielt und zeigt – das ist für einen Rivaner eher untypisch – mehrere Facetten. Für den relativ günstigen Preis ist der Wein durchaus in Ordnung.Weiterlesen »Drautz-Able Heilbronner Stiftsberg Rivaner

Fritz Waßmer Weißer Burgunder

Diesen Wein hatte ich im Supermarkt erstanden. Preis: 4,99. Erstaunlich günstig für einen Weisburgunder von Waßmer. Zwei kleine Fehler hatte der Wein. Das Rückenetikett fehlte und es war sehr deutlich Weinstein in der Flasche zu sehen. Viele der Kunden in dem Supermarkt haben den Weinstein sicherlich tatsächlich als einen Fehler wahrgenommen, obwohl dies ja nun wirklich keiner ist. Jedenfalls stand die Flasche da schon sehr lange. Das fehlende Rückenetikett ist tatsächlich ein Problem. So fehlen auf der Flasche Kennzeichnungen, die nach Weingesetz Vorschrift sind. Mich stört das eigentlich nicht wirklich (Zahlen sind eh nur war für Buchhalter oder kleinkarierte Menschen), aber ich möchte ja hier auch Informationen zum Wein – wie z.B. den Alkoholgehalt – angeben. Deswegen bat ich den Winzer darum, mir die Informationen nachzuliefern. Das war vor zwei Monaten. Meine Email blieb seitdem unbeantwortet.Weiterlesen »Fritz Waßmer Weißer Burgunder

Grüne Hölle Cuvee trocken

Es gibt mehrere traditionelle Lagenangaben mit dem Beinamen Hölle. In der Pfalz oder auch im Rheingau kommt so etwas schon mal vor (z.B. Johannisberger Hölle, Assmannshäuser Höllenberg). Dabei hat die Hölle meistens keinen religösen Hintergrund, sondern leitet sich vom althochdeutschen Wort für Steilhang/Halde her (Helda). Bei der grünen Hölle hier scheint es sich aber nicht um eine Lagenbezeichnung zu handeln, sondern um eine Charakterisierung durch die Winzer. Dabei regt der Verschluss erst einmal diabloisch auf. Erst muss man das stinkende Plastik entfernen (immer wenn man da schneidet oder reißt entfaltet sich ein Geruch, der abscheulich an alle Chemieunglücke dieser Erde zusammen erinnert), dann zeigt sich darunter ein Schraubverschluss niedriger Qualität mit dem nicht mehr zeitgemäßen Kunststoffeinsatz. Doch zu den inneren Werten.Weiterlesen »Grüne Hölle Cuvee trocken