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Verkostungen

Bei weinverkostungen.de gibt es zahlreiche Verkostungen von Weinen. Hier sind nicht subjektive aber auch nachvollziebare Verkostungsnotizen abgelgt. Vielmehr versuchen wir jeweils die Region, die klimatischen Verhältnisse, die Tradition, den Boden, die verwendete Rebsorte und den Winzer zu verstehen. Bei allen Verkostungen fragt sich: Was macht diesen Wein besonders? Wieso etsteht er genau so? Wir versuchen dem auf den Grund zu gehen.

Verkostunen nach Ländern

Bei unseren Verkostungen stehen besonders die deutschen Weine im Mittelpunkt. Das liegt auf der Hand, da im hiesigen Handel eine riesige Vielfalt an heimischen Weinen vorhanden ist. Aber auch auf Reisen nach Frankreich, Italien und Spanien entdecken wir den ein oder anderen empfehlenswerten Wein. Besonders Frankreich hat uns da in den vergangenen Jahren sehr begeistert.

Di Majo Norante – Sangiovese

Als Wolf vom Blog hausmannskost das Thema dieser WeinRalley ausschrieb, fragte ich mich: Wer soll da eigentlich mitmachen? Gesucht war nach einem Sangiovese von außerhalb der Toscana. Durchaus reizvoll. So wollte ich mich nicht aus meiner Tradition an der WeinRalley teilzunehmen reißen lassen. Gleichzeitig wollte ich auch weiterhin deutsche Weißweine besprechen; so wie in den vergangenen Runden hier, hier, hier und hier. Weiß gekältert aus Deutschland ist beim Sangiovese meines Wissens nicht zu haben. Als Cuvee gibt es die Rebsorte im roten Villa Bürklin. Da dieser aber in meiner Homezone und speziell beim Händler meines Vertrauens seit ca. zwei Jahren nicht mehr erhältlich ist, dachte ich mir: Wenn Traditionen brechen, dann auch so, dass es kracht.Weiterlesen »Di Majo Norante – Sangiovese

Bonterra Shiraz Carignane

Das Thema Bio-Wein ist häufig mit etwas Komplikationen verbunden. Dazu noch aus Übersee. Es gibt in der EU ja ein Siegel. Zudem bestehen Erzeugerverbände mit Regeln, die über die EU-Vorgaben hinausgehen. Wenn man an ökologisches Engagement im Weinbau in der USA fragt, fällt sofort Fetzer ein. Fetzer verfügt über 730 Hektar Rebfläche, von denen sogar 110 Hektar biodynamisch bewirtschaftet werden. Dieser Erzeuger führt seit 1993 mit Bonterra eine eigene Ökomarke. Sie erfüllen die Richtlinien der Verordnung über ökologischen Landbau der EU. Hier steht jetzt das Cuvee aus Shiraz und Carnignane aus dem Jahre 2004 zu Verkostung an.Weiterlesen »Bonterra Shiraz Carignane

Lenz-Dahm Heinrich

Lenz-Dahm ist ein eher traditionell orientiertes Weingut von der Mosel. Rieslinge stehen im Zentrum. Diese sind häufig sehr säurearm und haben einen intensiven Traubengeschmack. Zur Verkostung steht jetzt der „Heinrich“ bereit. Ganze 14% Alkohol hat dieser Riesling. Im Glas zeigt sich eine volle gelbe Farbe. Hinzu tritt ein intensiver fruchtiger Geruch. In diesem herrschen Mango und reifer Pfirsich vor. Der Heinrich ist nicht zu süß trotzdem der Restzucker im halbtrockenen Bereich ist und nur wenig Säure im Hintergrund steht. Der Einfluss von Sauerstoff kommt dem Wein sehr zu gute. Dadurch gewinnt dieser Riesling von Lenz-Dahm an Komplexität. Er blüht dann geradezu auf. Da er durch den geringen Säureanteil um eine von mir sehr geschätzte Spannung zwischen Frucht und Säure beraubt ist, wirkt eine leichte Oxidation sehr belebend. Sie gibt diesem Wein seinen eigentlichen Reiz. Der Heinrich hat einen extrem langen Nachhall mit einer reifen Quitte.Weiterlesen »Lenz-Dahm Heinrich

Graf Neipperg Schwarzriesling

Graf Neipperg ist ein sehr traditioneller Weinerzeuger. Seit über 700 Jahren wird hier Wein gemacht. Bei den roten Rebsorten herrschen bei Graf Neipperg die traditionellen württemberger Weine Lemberger, Schwarzriesling, Spätburgunder, Trollinger und Samtrot vor. Der hier verkostete Schwarzriesling von Graf Neipperg hat einen etwas pelzigen Geruch. Es zeigt sich eine feine Frucht, die mit weichen Tanninen an einen deutschen Spätburgunder erinnert. Dieser Schwarzriesling (hat nichts mit dem Riesling zu tun) ist etwas intensiver als der Trollinger oder der Lemberger von Graf Neipperg. Er hat einen vollen Abgang und erscheint nicht wirklich als trocken. Diese Weine liegen nicht unbedingt im Trend und sind meines Erachtens eher passend für eine ältere Altersschicht, die die tannin- und säureintensiven Rotweine nicht so sehr mag und Weine aus Bordeaux mit der unqualifizierten Äußerung „sauer“ bezeichnet. Gerne wird bei der Zielgruppe auch ein „vollmundiger“ Wein gefordert. Also am Besten den Mund mit Rotweinen von Graf Neipperg voll machen.Weiterlesen »Graf Neipperg Schwarzriesling

Villa Antinori

Antinori ist ein sehr bedeutender Weinerzeuger in Italien. Zu der Firma gehören mehrere Weingüter in der Toskana und Umbrien. Der Villa Antinori ist ein absoluter Klassiker. Sein Etikett besteht seit 1928. Der Villa Antinori wird jedes Jahr mit leicht abweichendem Mischungsverhältnis der Rebsorten abgefüllt. Man versucht dadurch über die Jahrgänge hinweg ein möglichst stabiles Geschmacksbild zu erzeugen. Der 2003er Villa Antinori besteht aus 60% Sangiovese, 20% Cabernet Sauvignon, 15% Merlot und 5% Syrah. Der Villa Antinori reift 12 Monate in neuen Barriquefässern und 8 Monate in der FlascheWeiterlesen »Villa Antinori

Boiseraie Ogier Vacqueyras

Vacqueyras ist ein Ort in der südlichen Rhone. Seit 1990 besteht dieser Name als eigene Appellation. Zuvor waren die Weine aus Vacqueyras dem Cotes-du-Rhone Village zugeordnet. Auf der Flasche findet sich auch noch die Angabe der sehr bekannten und nahe gelegenen Appellation Chateauneuf-du-Pape. Der Boiseraie Ogier Vacqueyras besteht aus den Rebsorten Grenache (80%), Syrah (15%) und Mourvedre (5%). Als Alterungsangabe sind 5 bis 7 Jahre vermerkt. Ist der Wein nun noch zu jung? Ich will nicht mehr drei Jahre warten und nehme den Korkenzieher zur Hand. Dieser Vacqueyras ist dunkelrot mit lila Reflexen. Am Gaumen ist er weich, was von einer geringen Säure herrührt. Es sind leichte Gewürze vor allem im Nachhall zu schmecken. Das Etikett bezeichnet sie als Thymian und Rosmarin. Das so festzulegen ist jedoch etwas schwer, da beide Gewürze sonnst sehr kräftig sind. Der Nachhall des eher leichten Vacqueyras ist sehr lang. Ein angenehmes Trinkerlebnis.Weiterlesen »Boiseraie Ogier Vacqueyras